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14. Februar 2012 16:34 Uhr
Hieber-Einkaufsmarkt stand kurz vor einem Brand
Rettung in letzter Sekunde
"Das war zwei Sekunden vor zwölf", kommentierte am Montag Firmengründer Jörg Hieber das Brandunglück von Montagabend. Man habe großes Glück gehabt, dass der Markt nicht kurz vor 22 Uhr in Flammen aufging.
"Hätten wir den Brandherd nicht gefunden und sofort löschen können, hätte ich wohl wenig später den Rückzug anordnen und das Gebäude aufgeben müssen", schildert Stadtbrandmeister Klaus Gempp die Dramatik der Situation.
Zu den glücklichen Umständen gehörte, dass am Montag kurz vor 22 Uhr noch Mitarbeiter im Markt beschäftigt waren, die den Brandgeruch bemerkten und der Feuerwehr, die ihrerseits von einer Brandmeldeanlage alarmiert wurde, die Eingänge zum Markt öffnen konnten, so dass keine Zeit verloren ging. Dass zufällig die gesamte Führungsmannschaft der Weiler Wehr mit den Abteilungskommandanten aus den Ortsteilen zu einer Besprechung zusammengekommen war und Stadtbrandmeister Gempp damit genügend Kräfte zur Verfügung standen, die sich unabhängig voneinander aus ganz verschiedenen Richtungen auf die Suche nach dem Brandherd machen konnten, brachte am Ende jene wenigen Sekunden Vorteil, um das Durchzünden ins offene Dachgeschoss zu verhindern. Hätten sich die Flammen den Weg dorthin gebahnt, was unmittelbar bevorstand, hätte er das Gebäude räumen lassen müssen, erklärt Gempp. "Die genagelte Konstruktion des großen Dachs wird bei Feuer recht schnell instabil, so dass Löschversuche von innen viel zu gefährlich wären und wir nur noch die Chance gehabt hätten, das Feuer von außen zu bekämpfen", erklärt er.
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So hatten die mehr als 50 Wehrmänner parallel zur Suche nach dem Brandherd bereits rund um den Hieber-Markt Posten bezogen, um löschen zu können. Auch die große Drehleiter war längst in Position, um von oben eingreifen zu können.
Wie knapp es dabei zuging, zeigt der Umstand, dass bereits 30 bis 40 Meter Kabel in einem der Schächte lichterloh brannten, als einer der Trupps unter Atemschutz und mit der Wärmebildkamera ausgerüstet den Brandherd ortete. "Die Platten der Zwischendecken begannen sich schon zu verfärben und wir hatten unglaubliches Glück, dass wir mit dem ersten Löschstrahl das Feuer gleich ersticken konnten", erzählt Gempp. Bis alle Kabelkanäle untersucht und jede Gefahr gebannt waren und zuletzt auch noch der Rauch aus dem Gebäude geblasen war, dauerte es dann noch eine ganze Weile. Erst um 3 Uhr morgens war der Einsatz beendet.
Seniorchef Jörg Hieber macht der Feuerwehr Komplimente für die "hervorragende Leistung und die enorme Geschwindigkeit, in der die da waren" – umso mehr als er weiß, dass Märkte in vergleichbaren Situationen nur ganz selten gerettet werden können und meist ein Raub der Flammen sind. "Seit Montag weiß ich, wie schnell das gehen kann", erklärt er erleichtert. Der Markt konnte am Dienstag pünktlich und quasi ohne Einschränkung für die Kunden wieder geöffnet werden. Die Ursache wird noch von Sachverständigen untersucht.
Autor: us


