Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
02. Mai 2011
Rockiger Start in den Mai
Konzerte in der Rollsporthalle und in Haltingen / Wilde Engel sorgen für Partystimmung.
WEIL AM RHEIN. Der Start in den Mai wurde für viele laut und sehr rockig, hatten die Weiler Musikfans am Samstagabend doch die Wahl zwischen zwei verschiedenen Konzerten. Während in der Rollsporthalle beim "Rock in den Mai" des RSV die Gruppen Beat7 und Rockstein aufspielten, sorgte die renommierte Coverband Wilde Engel in der Haltinger Festhalle für Stimmung. Die Publikumsresonanz war dabei unterschiedlich.
Die Rollsporthalle ist beim Beginn des "Rocks in den Mai" noch kaum besucht. Etwa 30 Zuhörer sind gekommen, um der Band Beat7 zuzuhören, die im Wechsel mit der Gruppe Rockstein aufspielt. Diejenigen, die da sind, machen jedoch vom ersten Augenblick an Stimmung: Es wird getanzt, es wird gejubelt, die Arme gehen in die Höhe. Sängerin Biggi Licini läuft bei der Beatles-Version des Songs "Twist and Shout" zu Hochform auf, trifft sie das heißere Organ von John Lennon aus der Originalaufnahme doch sehr genau. Dafür gibt es Applaus, ebenso für das Solo des Gitarristen Heinrich Ruff bei "Sultans of Swing". Auch Rockstein kann die Zuhörer mitreißen. Für Hansjürgen Dörflinger bedeutet das Konzert, das bis um 2 Uhr nachts dauert, einen Dauereinsatz, ist er doch Bassist in beiden Bands.Werbung
Zwar finden auch im weiteren Verlauf des Abends nicht mehr als 150 Musikfans den Weg in die Halle, mit dem Verlauf des erstmals veranstalteten "Rock in den Mai" ist Peter Hartenfeller vom RSV dennoch zufrieden. "Den Leuten gefällt es, und das ist doch die Hauptsache", meint er schmunzelnd.
Zeitgleich betreten in der Haltinger Festhalle die Wilden Engel die Bühne. Um Punkt 22 Uhr räumt der DJ, der bisher für die Musik sorgte, das Feld, und wuchtige Klänge kündigen das Nahen der Hauptattraktion an. Von weither sind die Besucher in der Halle, die zu Beginn zu einem guten Drittel gefüllt ist, gekommen – selbst aus Ulm, wo die Band am Abend zuvor auftrat, sind Fans da. "Wir hoffen natürlich, dass die Halle mit ihrer Kapazität von etwa 1000 Besuchern voll wird", meint Manfred Lindner, Pressesprecher des Vereins Rebtownrock, der in diesem Jahr erstmals eine Walpurgisnacht auf die Beine gestellt hatte.
Die Hoffnung erfüllt sich im weiteren Verlauf des Abends. Die Wilden Engel haben ihr Publikum dabei stets im Griff, der vielzitierte Funke springt von Beginn an über. Ob die Gruppe um ihre Frontfrau Maria die Gäste spontan zum Singen des Badnerliedes animiert oder mit Stücken wie "99 Luftballons" der Neuen Deutschen Welle frönt, das Publikum zieht stets voll mit. Selbst einen Modern-Talking-Song verzeihen die Fans "ihrer" Band, als zu Beginn von "You’re my heart, you’re my soul" von der Bühne herunter angekündigt wird: "Sorry, aber da müsst ihr jetzt durch!" So wurde bei bester Partystimmung bis um 2 Uhr morgens durchgefeiert, und der Start in den Mai fiel zur Zufriedenheit der Musikfans aus.
Autor: Adrian Steineck


