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23. Oktober 2014

Schüsse auf Katzen aktuell ein Einzelfall

Polizei hofft auf positive Auswirkungen durch Berichterstattung.

  1. Dietmar Ernst Foto: zVg

WEIL AM RHEIN (jof). Für Aufregung unter Katzenhaltern und Tierfreunden sorgte in der vergangenen Woche die Meldung, dass ein Unbekannter in der Gartenstadt offenbar mit einer Druckluftwaffe auf eine Katze geschossen hatte. Wie berichtet, erlitt das Tier dabei eine Verletzung am linken Hinterlauf. Wie Polizeisprecher Dietmar Ernst gegenüber der Badischen Zeitung erklärte, handelte es sich dabei offenbar um einen Einzelfall. "Aktuell ist uns kein anderer Fall bekannt, bei dem Schüsse auf Katzen abgegeben wurden", versicherte Ernst. Der Polizeisprecher erinnert auch noch einmal an ähnliche Fälle, bei denen im Februar in der Kernstadt und im Juni in Haltingen auf Katzen geschossen worden war. Die Täter konnten nach den Worten von Dietmar Ernst seinerzeit nicht ermittelt werden, allerdings hatte die Berichterstattung in den Medien offensichtlich eine positive Auswirkung. "Die Schüsse auf Katzen hörten jedes Mal schlagartig auf, nachdem die Zeitungen darüber berichtet hatten", sagt der Polizeisprecher und erhofft sich auch diesmal entsprechende Auswirkungen. Die Polizei bittet daher um Hinweise im aktuellen Fall unter Tel. (07621) 97970, hofft aber auch, dass die Menschen in der Nachbarschaft die Augen offen halten.

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Möglicherweise sind sich die Täter gar nicht im Klaren über die rechtlichen Folgen ihres Tuns. Dabei trifft das Tierschutzgesetz ganz eindeutige Aussagen und bestraft Tierquälerei mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe. Darüber hinaus werden Schüsse auf fremde Katzen auch wegen Sachbeschädigung geahndet, da Tiere nach deutscher Rechtslage als Sache gelten. Hier sind ebenfalls Geldstrafen oder aber Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren möglich. Und: Schon der Versuch ist strafbar.

Autor: jof