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06. Juli 2014 16:59 Uhr

Ötlingen

Schweres Unwetter: Baum stürzt auf Kleinbus mit 15 Kindern

Dramatische Szenen im Kreis Lörrach: Das Dreiländereck wird von einem Unwetter heimgesucht, 15 Kinder flüchten bei Ötlingen in einen Kleinbus – und dieser wird von einem Baum getroffen.

  1. Der vom Baum eingedrückte Bus, in den sich 15 Kinder vor dem Sturm geflüchtet hatten. Foto: UTKE

Unglaubliches Glück hatten die Teilnehmer eines Grillfestes einer Schulklasse am Sonntagnachmittag auf der Daur-Hütte bei Ötlingen, einem Ortsteil von Weil am Rhein. Als gegen 15 Uhr der Sturm aufzog, suchten die fast 50 Personen Unterschlupf. Rund 30 Kinder und Erwachsene zogen sich in die Daur-Hütte zurück, 15 Kinder kletterten in einen in der Nähe stehenden Kleinbus. Auf diesen Bus stürzte wenig später ein Baum, der vom Sturm umgeknickt wurde. Der Bus wurde dabei im vorderen Teil, wo sich aber keine Kinder aufhielten, eingedrückt. Glücklicherweise wurde keines der Kinder ernsthaft verletzt.

Die sofort alarmierten Feuerwehr und Notarzt waren mit 38 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen vor Ort. Stück um Stück musste der Baum zerlegt werden, um das Auto wieder befreien zu können.

Mittelalterfestival verzeichnet keine Schäden

Nach Altweil wurde die Feuerwehr gerufen, weil dort der Sturm eine Straßenlampe aus der Verankerung gerissen hatte. Im Otterbach, unmittelbar vor dem Grenzübergang war zudem ein Baum abgeknickt, den die Feuerwehr aus dem Straßenbereich beseitigte.

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Mit dem Schrecken davon gekommen sind am Sonntag auch die Besucher auf dem Mittelalterfestival im Dreiländergarten von Weil am Rhein. Dort hatte man unmittelbar vor dem Unwetter einige Zeltplanen und Sonnensegel heruntergenommen, so der Veranstalter, so dass keine Schäden zu verzeichnen waren. Einige großen Schirme hat der Sturm hingegen im Freibad zerfetzt, so die Auskunft des Bademeisters. Zudem brachen Äste von den Bäumen. Badegäste kamen aber keine zu Schaden.

Nur einen kräftigen Regenschauer bekamen auch die Gäste auf den Fischerfest ab. Der Sturm zog weitgehend an der Stadt vorbei – tobte sich allerdings nur wenige Kilometer östlicher in Lörrach aus. Dort hinterließ er eine derart große Spur der Verwüstung, dass die Weiler Feuerwehr kurz nach dem Unwetter zur Hilfeleistung aufbrach. Mit der großen Drehleiter versuchten die Weiler Gefahren zu beseitigen und abgedeckte Dächer mit Planen zu dichten.

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Autor: us