Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. August 2017

Sie hielt und hält Generationen von Weilern auf Trab

BZ-SERIE BEKANNTE WEILER: Ines Gloor entdeckte als Kind beim ESV die Freude an der Bewegung, die sie dann zum Beruf machte.

  1. Ines Gloor Foto: Merstetter

WEIL AM RHEIN (mme). Kein anderer Beruf kam jemals für Ines Gloor (Dallapiccola) infrage, als irgendetwas mit Sport. Das entschied sie schon sehr früh, denn als sie 1960 mit vier Jahren beim ESV ins Kinderturnen kam, hatte sie bereits bei Ruth Lutomski schwimmen gelernt.

Sehr schnell nahm die Geräteturnerin an Wettkämpfen teil und betrieb bis 1980 Leistungssport. Sie gehörte in den 70er-Jahren zur Mannschaft, die beim Wettbewerb "Spiel ohne Grenzen" nicht gewinnen durfte. Noch heute ist sie verärgert, wie damals schon im Fernsehen manipuliert wurde. Nach der Ausbildung in Basel zur diplomierten Gymnastiklehrerin auch im tänzerischen Bereich und mit Schwerpunkt Physiotherapie, war ihre erste Stelle in einem Badenweiler Sanatorium. Nach der Heirat mit ihrem Mann Rolf und dem Umzug nach Basel wechselte sie dort zu einem Verein mit angeschlossener Tagesstätte und war für den Bereich Gymnastik für Mutter und Kind, Erwachsene und Senioren zuständig.

Die auf der Leopoldshöhe geborene Weilerin genießt es, zwar in einem anderen Land, aber doch so nahe bei ihrem Elternhaus zu wohnen. Sie pflegt viele Verbindungen in die Heimatstadt und hat vor allem nie den Kontakt zur hiesigen Sportszene verloren. Fast 30 Jahre lang leitete sie das Mutter/Vater-Kind-Turnen in ihrem Stammverein, dem ESV. Schmunzelnd erzählt sie, wie ehemalige Zöglinge wiederum ihre Kinder zu ihr ins Turnen brachten. Von der Übungsleiterin Eva-Maria Botzenhardt übernahm sie später auch die Damengymnastik.

Werbung


Nicht nur die Senioren der evangelischen Gemeinde Altweil brachte sie zum Schwitzen, seit vier Jahren genießen es auch die Haltinger Landfrauen in den Wintermonaten, wenn Ines Gloor das Kommando übernimmt. Dass viele Kursteilnehmer ihr oft mehrere Jahrzehnte die Treue halten, hat auch mit ihrer ständigen Weiterbildung im Gymnastik-, Fitness- und Gesundheitsbereich zu tun. Daher kann sie auch auf neue Erkenntnisse und Trends eingehen, was sehr geschätzt wird. Dass sie einige Jahre das Kindertraining beim Skiclub betreute, hat mit der Leidenschaft ihres Mannes für den Wintersport zu tun. Durch ihn kam sie nicht nur zum Ski fahren, was für sie immer ein wunderschönes Hobby war, genauso frönt sie mit ihm der Liebe zum Camping.

133 000 Kilometer haben sie mit ihrem Wohnmobil in den vergangenen 25 Jahren zurückgelegt. Ob durch Wochenendtouren oder lange Urlaubsfahrten – sie kennen einige der schönsten Seen- und Meeresstrände.

Autor: mme