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25. April 2017

Sie setzen Anker des Erinnerns in schnelllebiger Zeit

Nach 16 Kurzführungen danken OB Dietz, Kulturamtsleiter Paßlick und VHS-Leiter Leischner Stadtführern für 20 spannende Jahre.

  1. Als unermüdliche Vermittler städtischer Geschichte schaffen die Stadtführer unter Alteingesessenen und Zugesogenen ein gemeinsames Wirgefühl. Dafür dankten OB Dietz (rechts), Tonio Paßlick (Kulturamt, Dritter von rechts) und Tom Leischner (VHS, hinten Dritter von links). Foto: zvg

WEIL AM RHEIN (sc). 20 Jahre Weiler Stadtführer – mit Kurzführungen im Minutentakt feierten die engagierten Bürger, die seit zwei Jahrzehnten Weilern wie Besuchern die Grenzstadt auf fundierte Weise nahebringen, ihr Jubiläum. Interessante Geschichten über bekannte Menschen aus der Stadt, serviert als anregende Häppchen, lockten viele Interessierte zu den einzelnen Vorträgen. Am Abend trafen sich die Stadtführer dann im Foyer des Hauses der Volksbildung, um den spannenden Tag mit einem Apero zu beschließen.

"Heute war ein toller Tag", stellte Tom Leischner, Leiter der VHS, fest. Angefangen mit dem einladenden Wetter, sei der Tag trotz der vielen vorausgegangenen Arbeit entspannend gewesen. Leischner zeigte sich beeindruckt von den jeweils zehnminütigen Vorträgen, die kurzweilig aufbereitet waren. "Ich hoffe, dass sich viele Menschen dadurch für das ganze Menü begeistern", sagte der VHS-Leiter.

Es habe viele Momente gegeben,die ihn "persönlich berührt" hätten, sagte Kulturamtsleiter Tonio Paßlick. Er habe an die Erwartungshaltung, die bei der Gründung im Vorfeld der Landesgartenschau geherrscht hatte, zurückgedacht und festgestellt, dass sich die Dynamik und der Schwung inzwischen verselbständigt hätten. Die 20 Jahre seien schnell vorbeigegangen. Geblieben sei eine "fundierte Kompetenz", die grundlegend in die Stadt hineingetragen werde. Es sei wichtig, die Einheimischen anzusprechen, sie mitzunehmen, dies besonders in den gegenwärtigen Zeiten des Populismus. Bei der Gartenschau hätten die Stadtführer damit begonnen, "die wunderbare Region zu vermitteln und alle Ereignisse zu begleiten, die in den nachfolgenden Jahren passiert sind". Die Stadtführer seien somit Zeitzeugen, tragende Elemente, dafür gebühre ihnen Bewunderung und Dankbarkeit, sagte der Kulturamtsleiter.

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Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, der mit seiner Frau Christine zur Abschlussveranstaltung gekommen war, betonte: "Es gibt wenig Ureinwohner in Weil am Rhein, wir sind eine Stadt der Zugezogenen." Deshalb sei es um so wichtiger, dass die Arbeit der Stadtführer mit ihren Geschichten über Personen, Baustellen und Entwicklungen zur Identifikation mit der Stadt beitrügen und somit die Möglichkeit schafften, sich der Stadt zugehörig zu fühlen. OB Dietz sprach den engagierten Stadtführern seinen Dank und seine Anerkennung aus und rief ihren zu: "Bleiben Sie bei der Stange".

Ein Umtrunk, bei dem eine Brezel in Form einer "20" genossen wurde und in dessen Rahmen alte Erinnerungen ausgetauscht und neue Pläne geschmiedet wurden, beendete den Stadtführertag.

Autor: bz