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24. September 2013

STIMMEN ZUR WAHL

Einmal große Freude, dreimal Enttäuschung – so lässt sich das Bundestagswahlergebnis bei den Weiler Parteien auf einen kurzen Nenner bringen.



Ulrike Schramek
(CDU): Wir sind beeindruckt und überwältigt vom klaren Ergebnis. Die Bürger beobachten wohl sehr genau, wer sich einsetzt. Dafür ist Armin Schuster nun belohnt worden. Mit dem Aus für die FDP habe ich nicht gerechnet. Nun hielte ich persönlich eine schwarz-grüne Koalition für sehr interessant, weil das neu wäre. Aber ob das klappt, muss man abwarten.

Stefan Nagel (SPD): Der Ausgang ist enttäuschend, ich hatte für die SPD im Bund auf 28 bis 30 Prozent gehofft. In Weil war das eine Persönlichkeitswahl. Schuster hat sich die Hacken abgelaufen und gute Arbeit geleistet. Uns ist es nicht gelungen, unsere Wähler zu mobilisieren. Vielleicht sind die mit dem Status quo zufrieden. Wenn wir besser werden wollen, kommt einige Arbeit auf uns zu.

Thomas Bayer (Grüne): Ich habe nichts anderes erwartet. Mit Themen, die unserer Klientel Angst machen, war kein Blumentopf zu gewinnen, obwohl Ina Rosenthal mit Energie einen kompetenten Wahlkampf hingelegt hat. Aber die CDU ist mit Armin Schuster sehr präsent, mit ihm könnte ich mir eine schwarz-grüne Koalition vorstellen. Er trennt nicht, sondern verbindet. Traurig ist der Ausgang für die Weiler FDP, die stets sehr präsent ist.

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Simon Basler (FDP): Das ist eine herbe Niederlage, die Enttäuschung ist groß. Aber vielleicht ist das eine Chance für die Partei, sich inhaltlich und personell zu erneuern. Bürgerrechte, Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt und Demokratie müssen wieder unsere Themen werden, wir dürfen kein Wurmfortsatz der CDU mehr sein, dann haben wir in vier Jahren wieder eine Chance.

Wolfgang Dietz (OB): Das ist ein fulminantes Ergebnis für Armin Schuster, sein Fleiß und Engagement sind belohnt worden. Das find’ ich wirklich gut. Aus Sicht der Stadt ist es hervorragend, dass ein so angesehener Abgeordneter hier wohnt. Es wird noch hilfreich sein, dass er sich in der Stadt so gut auskennt. Was die Regierungsbildung angeht, glaube ich, dass am Ende die Schnittmenge mit der SPD größer sein wird als mit den Grünen.

Autor: nn