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18. Oktober 2012 10:35 Uhr

Sicherheitsfahrt

Test zeigt: Viele Autos blockieren die Feuerwehr

Über 30 Verwarnungen und 20 Belehrungen waren die eher erschreckende Bilanz einer Sicherheitsfahrt, die die Feuerwehr, Polizei und Vertreter des Ordnungsamts in Weil am Rhein unternahmen.

  1. Bei der Sicherheitskontrollfahrt entdeckte die Feuerwehr zahlreiche Engstellen. Foto: Utke

Kamen die Bürger, die mit ihren Fahrzeugen die Straßen teils so blockierten, dass kein Feuerwehrfahrzeug durchkam, diesmal noch mit Belehrungen davon, so wird die Polizei nun weitere Kontrollen folgen lassen.

Die Tour durch rund 30 Straßen war vom Rechts- und Ordnungsamt vorbereitet worden. Dabei wurden insbesondere jene Straßen berücksichtigt, in denen nach den Erfahrungen des Gemeindevollzugsdienstes immer wieder die Rettungswege für Einsatzfahrzeuge blockiert sind. Zudem wurden Hinweise aus der Bürgerschaft aufgegriffen.

Mit an Bord waren Ellen Nonnenmacher und Christine Krauth vom Rechts-und Ordnungsamt, Gerhard Bross von der Straßenverkehrsbehörde, Claus Weibezahl als Leiter des Polizeireviers Weil am Rhein und von Seiten der Freiwilligen Feuerwehr der stellvertretende Stadtbrandmeister Hubert Strohmeier sowie als Maschinist Daniel Multner und Reinhold Utke als Pressesprecher der Wehr.

Es ging nicht darum, möglichst viele Strafzettel zu verteilen, sondern die falsch parkenden Verkehrsteilnehmer möglichst direkt zu erreichen und ihnen die eventuellen Folgen bei zugeparkten Fahrwegen oder Rettungszufahrten zu erklären. So mancher Verkehrsteilnehmer fand dann auch keinen Strafzettel an der Windschutzscheibe, sondern einen roten Hinweiszettel von Polizei und Feuerwehr, auf dem eindrücklich erklärt ist, warum Fahrbahnen und Rettungswege frei bleiben müssen.

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Revierleiter Claus Weibezahl sprach nach der Halterermittlung die fehlhaften Verkehrsteilnehmer in den meisten Fällen direkt an der Haustüre an und machte ihnen klar, was im Ernstfall passieren könnte. Die betroffenen Fahrzeugführer zeigten sich nach seinen Erklärungen einsichtig und kamen dieses Mal auch alle glimpflich davon. Die Polizei wird aber in Kürze dieselben Straßen nochmals genau überprüfen. In besonders gravierenden Fällen werden die PKW auch mit Abschleppfahrzeugen entfernt.
Wie ist’s richtig?

Mindestens 3,05 Meter Fahrbahnbreite vom Randstein sind notwendig, um einem Feuerwehrfahrzeug die Durchfahrt zu ermöglichen. An Einmündungen und Kreuzungen gilt im Fünf-Meter-Bereich (rund eine Fahrzeuglänge) vom Scheitelpunkt der Einmündung oder Kreuzung ohnehin ein Parkverbot.

Autor: Ulrich Senf


7 Kommentare

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Bernice Bacheberle  

Bernice Bacheberle

Registriert seit: 27.02.2010

Kommentare: 2059

18. Oktober 2012 - 11:42 Uhr

In Schwanau sollte man ebensolche Kontrollen durchführen. Hier wäre auch Handlungsbedarf. Zum Beispiel die Hüfenstraße, da wird so geparkt, dass Rettungsfahrzeuge keine Chance haben, durchzukommen.

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Reinhold Schneider

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 390

18. Oktober 2012 - 11:49 Uhr

Im gesamten Freiburger Stadtgebiet sind Nebenstraßen chronisch zugeparkt. Die zunehmende Wohnraumverdichtung ohne ausgewiesene, zusätzliche Parkplätze zwingt die Anwohner zur wilden Parkerei. Besonders in den altgewachsenen Stadtteilen wie Wiehre, Herdern, Zährigen, Stühlinger, Littenweiler.

Eine Frage der Zeit bis Menschen zu Schaden oder gar zu Tode kommen.

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Tim Weser

Registriert seit: 30.05.2012

Kommentare: 46

18. Oktober 2012 - 17:38 Uhr

In Lörrach gibt's da auch einige Straßen bzw. Quartiere wo man das mal machen sollte.

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Siegfried Wagner

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 7

18. Oktober 2012 - 18:40 Uhr

Irgendetwas ist unverständlich, in Weil werden Sicherheitsfahrten durchgeführt und im Nachbarort Binzen, einen Steinwurf entfernt, ist das Gewerbegebiet durch dauerparkende Lastzüge im Haltverbot so zugeparkt, dass meist mit dem Pkw kein Durchkommen ist. Im Bereich der dortigen Autohäuser sind die Haltverbotszeichen sowieso nur zur Zierde da. Gibt es für zwei benachbarte Ortschaften zwei verschiedene Straßenverkehrsordnungen, oder hat die Feuerwehr Binzen vielleicht schmalere Fahrzeuge?

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

18. Oktober 2012 - 18:56 Uhr

"Die zunehmende Wohnraumverdichtung ohne ausgewiesene, zusätzliche Parkplätze zwingt die Anwohner zur wilden Parkerei. Besonders in den altgewachsenen Stadtteilen wie Wiehre, Herdern, Zährigen, Stühlinger, Littenweiler."

Das mit der Nachverdichtung (schlage ich für das Unwort des Jahrzehnts vor) stimmt schon.

Das zwingt einen aber nicht falsch zu parken, man müsste vielleicht nur ein paar Meter mehr laufen. Das wollen aber diese Egozentriker nicht. Bis das eigene Haus mal brennt, dann wird natürlich gewettert warum die Feuerwehr nicht rechtzeitig da war.

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Manuel Bär  

Manuel Bär

Registriert seit: 13.08.2009

Kommentare: 108

18. Oktober 2012 - 22:18 Uhr

Einsatzfahrzeuge gehören mit großen Räumschilden ausgestattet und entsprechend verstärkt - bei gesetzlich geregelter "Pech gehabt, Falschparker"-Regelung ...

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Christoph Bohnet  

Christoph Bohnet

Registriert seit: 03.08.2009

Kommentare: 327

19. Oktober 2012 - 09:49 Uhr

Das Problem mit dem Durchkommen gibt es überall. Meistens werden keine Kontrollen durchgeführt, weil auf die dünne Personaldecke der Ordnungsämter verwiesen wird.
Müllwagen haben das Problem öfter, allerdings geht es da selten um Menschenleben... Aber gute Eselsbrücke: Platz für Müllwagen = Platz für Rettungsfahrzeuge!
In den USA wird das pragmatischer gehandhabt, da wird auch mal ein Schlauch quer durch ein Auto gelegt, wenn es vor einem Hydrant geparkt ist. Aber warum soll man sich darüber Gedanken machen, wenn man nicht selbst Hilfe braucht?!

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