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19. Januar 2010
US-Nationalspieler lernt beim ESV
Jordan Fithian will die bisherige Randsportart Handball in den USA populärer machen
WEIL AM RHEIN (nos). Seit dem Gewinn der Handball-Weltmeisterschaft boomt nicht nur in Weil, sondern in ganz Deutschland der Handballsport. Im Gegensatz dazu führen die Handballer in den USA ein Schattendasein. Nur rund 40 Teams üben in der neuen Welt diesen Sport aus. Derzeit gibt es allerdings Bestrebungen, Handball in den Vereinigten Staaten salonfähig zu machen.
Der US-Amerikaner Jordan Fithian, der aus Boston stammt, will dazu beitragen und steht deshalb derzeit in Diensten des ESV Weil. Er gehört zu den wenigen "Exoten", die in den USA die Randsportart Handball betreiben. An der Universität spielte er noch Basketball, erst durch seine Verlobte Jennifer lernte er die für ihn unbekannte Sportart kennen und lieben. "In den USA spielen nur etwa 40 Mannschaften Handball", erzählt der 24-jährige Fithian. Mit seiner stattlichen Postur von knapp zwei Metern Größe wurde er schnell für die US-Nationalmannschaft nominiert. Im Jahr 2007 kam er zusammen mit seiner künftigen Gattin nach Deutschland, um die Raffinessen des Spiels zu lernen. Jennifer spielt beim TV Grenzach, während Jordan seit Anfang dieser Runde den ESV verstärkt.
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"Beim ESV ist er mittlerweile zu einem wertvollen Spieler geworden", informiert der sportliche Leiter Roland Christ. Durch seine lockere Art und seine Lebensfreude unterstütze er nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch tatkräftig das Team, das im vergangenen Jahr noch um den Klassenerhalt in der Südbadenliga kämpfte. Mit ihm steht der ESV derzeit auf dem fünften Platz mit Tendenz nach oben, freut sich Christ. In Weil fühlt sich der sympathische US-Boy sichtlich wohl, hat er sich unter Trainer Borko Jovicic doch schon beträchtlich weiterentwickelt. Er ist sehr trainingsfleißig und hat auch schon öfters alleine mit dem Trainer geübt.
"Die Mannschaft spielt guten Handball und die Mitspieler sind sehr nett und helfen mir, wo sie können", verrät Fithian. Zwei bis drei Jahre möchte er schon noch in Weil bleiben, um reichlich Erfahrung zu sammeln und so viele Tricks wie möglich kennen zu lernen.
Der gelernte Buchhändler sieht seine Zeit hier als persönliche Herausforderung, um in seiner Heimat den Handballsport weiter voran zu bringen und populär zu machen. Neben Handball und Basketball zählt auch Lesen zu seinen Hobbys. Wer den US-Amerikaner einmal spielen sehen möchte, sollte am Samstag, 23. Januar, in die Sporthalle in der Egerstraße kommen: Da findet das nächste Heimspiel gegen HC Elgersweier, den aktuellen Tabellendritten, statt – natürlich mit Jordan Fithian.
Autor: nos
