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13. Februar 2012
Viele Musiker – vereinigt vom großen Ziel, helfen zu können
Im bis auf den letzten Platz besetzten Gewölbekeller ließ sich das Publikum von den verschiedenen Musikstilen begeistern – rund 4000 Euro eingesammelt.
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Die Band „Organized“ setzte dem Benefizkonzert für Ecuador ein Glanzlicht auf, „verführten“ die Besucher gekonnt zum Mittanzen und bildetet später das Grundgerüst für die Jam-Session, in die nach und nach alle Musiker mit einstimmten. Foto: Norbert Sedlak
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Freuten sich über die tolle Unterstützung: Dieter Neumann und Betty Chulde Foto: SEDLAK
WEIL AM RHEIN (nos). Musik für Ecuador – beim achten Benefizkonzert wurden die Zuhörer im ausverkauften Gewölbekeller des Alten Rathauses mit einem Jazzabend der Extra-Klasse verwöhnt. Der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt diesmal dem Kinderdorf Mano Amiga in Chone zugute. Ein nur so mit Höhepunkten gespicktes Programm und eine enorme Spendenbereitschaft helfen den Kindern mit einem vierstelligen Betrag.
Moderator Tonio Paßlick stellte mit seinem enormen Musikwissen und viel Humor die einzelnen Gruppen und deren Stilrichtungen vor. Charmant animierte er die Gäste zum Spenden. Der Hut, das Markenzeichen des Kontrabassisten Gerd "Magic" Maier, füllte sich am Ende mit 670 Euro – insgesamt hat der Abend rund 4000 Euro eingebracht.
Dieter Neumann, der das soziale Projekt vorstellte, war mehr als zufrieden, mit so viel Hilfe hatte er nicht gerechnet – für vier Monate ist die Ernährung der Kinder gesichert. Er dankte dem Organisationsteam mit Ulrike Löhle, Andrea Buschhaus, Lucia Katzenstein, Elke Hayler, Martina Stober, Cornelia Glanzmann und Michael Feldges, den Musikern, den Sponsoren und natürlich dem Publikum für die wohlwollende Unterstützung.
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Der Andrang war diesmal enorm, und längst nicht alle Besucher fanden einen Platz. Glücklich waren diejenigen, die wenigstens noch einen Stehplatz ergatterten.
Das Trio "Swingyard" mit Michael Feldges, Hadde Sütterlin (Gitarre) und Reinhard Felber am Kontrabass eröffneten das Programm. Die pure Spielfreude steht ihnen bei ihrem erfrischenden Zigeunerjazz ins Gesicht geschrieben. Im gefühlvollen Spiel wie auch in mitreißenden Passagen überzeugten sie mit hervorragenden Soloeinlagen und authentischen Klangfarben.
Zeitlos ging es mit Dixieland Musik weiter. Mit ihrer fröhlichen Art Blues, Dixieland oder Swing zu interpretieren, begeisterten Dieter Steininger (Trompete), Gerd Maier (Kontrabass), Rainer Müller (Schlagzeug), Bernd Argast (Klarinette) und Benny Geiger (Banjo). Für Dieter Steiniger war es eh ein teurer Abend, tags zuvor hatte er seine Trompete geschrottet und musste mit seiner "Ersatzfrau" auftreten. Heiter erklärte er: Die Trompete stehe einem so nahe wie die eigene Frau.
Mucksmäuschen still war es bei den beiden Auftritten des Duos Pan & Co. Mit Alltagsgegenständen wie einer Salat- und Waschschüssel oder einem Unterputzrohr inszenierten sie eine Klangwelt, welche den Tanz der Buckelwale demonstrierte. Josh Bauer und Mehlin zogen die begeisternden Zuhörer in ihren Bann. Die beiden experimentieren mit einem Alphorn sowie mit selbst gebauten Instrumenten und ihren fantasievollen Eigenkompositionen.
Was das Felber–Geisler Duo mit ihren selbst komponierten und namenlosen Stücken präsentierten war nicht unbedingt leichte Kost, aber es tat gut, Musik zu genießen, die speziell auf Saxophon und Kontrabass ausgerichtet war.
Ganz professionell spielte die Band "Organized" ihren jazzigen "Boogaloo", eine in den späten 60-er Jahren aufgekommene Bezeichnung für Soul und Blues. Boogaloo wurde durch den damals und heute wieder populären Hammond B3 Organ Sound geprägt, Daniel Wäch an der Hammond Orgel, Gitarrist Daniel Lachmann sowie Schlagzeuger Reto Ohnsorg verstärkt durch Ralf Geisler am Saxophon und Siggi Jülich mit seinen Schlaginstrumenten (Percussion) begeisterten mit ihrem vielseitigen Repertoire. Spontan tanzten dazu einige Zuhörer.
Autor: sed


