Von Schorle bis Passerelle

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 27. Februar 2013

Weil am Rhein

OB Dietz bleibt beim Empfang im Rathaus französischen Austauschschülern keine Antwort schuldig.

WEIL AM RHEIN. Unterhaltsam gestaltete sich gestern der Empfang von 30 Schülerinnen und Schülern aus dem französischen Buc durch OB Wolfgang Dietz im Rathaus. Der Rathauschef zeigte dabei auf, "wie Europa vor Ort funktioniert" und blieb auch auf überraschende Fragen die Antwort nicht schuldig.

Die aufgeweckten Zwölf- und Dreizehnjährigen, die ein deutsch-französisches Gymnasium im Buc bei Versailles besuchen und seit Freitag bei ihren Austauschpartnern vom Weiler Kant-Gymnasium zu Gast sind, wollten unter anderem wissen, was denn eine "Schorle" sei und was es mit dem riesigen Feuer auf sich habe, das am Samstag vom Tüllinger loderte.

Dietz zeigte in diesem Zusammenhang die Vielfalt auf, die Weil zu bieten hat: Von eigenen Weingütern und uralten Traditionen bis hin zu Weltfirmen wie Vitra, die nationale wie internationale Parlamente mit Sitzmöbeln ausstatte. Natürlich vergaß Dietz nicht, auf die Stadtgeschichte einzugehen, in der zunächst die Textilindustrie und danach die Eisenbahn eine wichtige Rolle spielten. Und mit dem Hinweis auf die Passerelle zwischen Weil und Hüningen, die jährlich rund eine Million Menschen überqueren, fand Dietz einen Anknüpfungspunkt zum diesjährigen Schüleraustausch zwischen Weil und Buc: Auf der Seite des Kant-Gymnasiums ist nämlich Heike von Ungern-Sternberg die betreuende Lehrerin, deren Vater Sven von Ungern-Sternberg als Regierungspräsident das Projekt "Dreiländerbrücke" stark unterstützt hatte.

Die französischen Schüler verbrachten das Wochenende mit ihren Gastgeberfamilien. Bis zur Rückreise am Freitag stehen neben gemeinsamem Unterricht unter anderem eine Rallye durch Basel, ein Workshop bei Vitra, sportliche Unternehmungen sowie ein Besuch im Technorama in Winterthur auf dem Programm.

Der Gegenbesuch der Weiler Partner, die von den Kindern aus Frankreich als hervorragende Gastgeber gelobt wurden, erfolgt dann im Juni. Als aufmerksam erwies sich natürlich auch die Stad, die Stärkungen sowie Infomappen bereithielt.