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19. September 2013

WAHL LOKAL: Braucht es einen Halbstundentakt auf der Kandertalbahn?

FRAGE AN DIE KANDIDATEN: Das Land verweist auf fehlende Mittel und die nötige Unterstützung des Bundes, welche Möglichkeiten der Abhilfe sehen Sie?.

  1. Armin Schuster (52)CDUBundestagsabgeordneter Weil Foto: zvg

  2. Thomas Mengel Foto: XY

  3. Ina Rosenthal Foto: Rainer Kurzeder

  4. Foto: zvg

  5. Foto: zvg

ARMIN SCHUSTER

Chance fürs Kandertal

Der Bund baut Strecken wie die Rheintalbahn, die Bundesstraßen, Autobahnen. Die Länder sind beim regionalen Bahnverkehr, zum Beispiel bei der Regio-S-Bahn, für den Betrieb zuständig. Ich finde es irritierend, dass wir als Region die grün-rote Landesregierung anbetteln müssen, dass sie den ÖPNV besser ausstattet. Bei jedem Thema jenseits von Gemeinschaftsschule ruft Stuttgart nach dem Bund und verweist auf die schwierige Haushaltslage. Übrigens hatte die bürgerlich-liberale Landesregierung den 30-Minuten-Takt auf der Rheintalbahn längst befürwortet. Durch den Halbstundentakt entstünde mit der Tram Weil am Rhein-Basel ein hochattraktiver Verkehrsknotenpunkt Weil am Rhein. Gute Chancen auch fürs Kandertal, wenn sich unsere rot-grünen Landtagsabgeordneten hier einig würden.

THOMAS MENGEL


Mehr auf die Schiene

Ich setze mich für ein verkehrsträgerübergreifendes, verlässlich funktionierendes Verkehrsnetz ein. Ziel muss es sein, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Zuverlässige Taktpläne sind dazu eine wichtige Voraussetzung. Wir werden den Ländern ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um die chronische Unterfinanzierung der Verkehrssysteme zu beseitigen und damit das Verkehrsnetz stärken.

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Priorität auf der Schiene hat aber die Rheintalstrecke. Im Kandertal existieren stündliche Busverbindungen, die durchaus auch zu halbstündlichen Verbindungen ausgebaut werden könnten.

INA ROSENTHAL

Schweizer Vorbild

Von Bundesseite müssen wir für eine transparente Finanzierung und einen gesunden Wettbewerb sorgen, um einen effizienten Betrieb im Nahverkehr stärker zu fördern. Allein dies würde dafür sorgen, dass die Mittel auch tatsächlich sinnvoll eingesetzt werden. Gleichzeitig wollen wir auch die Finanzierung verbessern. Wir werden uns für die Weiterentwicklung der Regionalisierungsmittel einsetzen, um Kostensteigerungen und Angebotsverbesserungen finanzieren zu können. Statt einzelner teurer Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 setzen wir Grüne uns vor allem für einen bundesweiten Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild ein: Denn von einem attraktiven Verkehrsnetz mit verlässlichen Verbindungen und besserer Taktung profitieren die Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Fläche – und vor allem in der Region.
TILO LEVANTE

Mehr Takt, mehr Nutzer

Unsere Region entwickelt sich zu einem Ballungsraum mit über einer Million Menschen. Immer mehr Menschen sind auf den ÖPNV angewiesen. Ich bin mir sicher, dass eine Taktverdichtung auch eine erhebliche Steigerung der Bahnfahrer bringen würde. Die Taktverdichtung würde aber nicht nur Vorteile für die Pendler bringen, sondern auch einen besseren Ausbau der Rheintalstrecke erzwingen, einen Ausbau, bei dem mehr Güterverkehr aus den Ortschaften in den Katzenbergtunnel verlegt werden kann. Für mich stellt sich eher die Frage, ob es ein 30-Minuten-Takt oder ein 20-Minuten-Takt werden sollte.

THOMAS GREIN

Mittel vom Bund nötig

Diese Frage zeigt deutlich, dass die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs durch die öffentliche Hand garantiert und entscheidend verbessert
werden muss. Das Kandertal darf nicht von der regionalen Entwicklung abgehängt werden. Der Bund muss den Erhalt und den erforderlichen Ausbau der Schienenwege in vollem Umfang sichern und den Ländern dauerhaft ausreichende Mittel für die Verkehrsleistungen und den Infrastrukturausbau im öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung stellen. Hier ist konkret auch wegen dem touristischen Potenzial angebotsorientiert der Ausbau der Kandertalbahn kombiniert mit einem darauf optimal abgestimmten Busnetz zu nennen. Dafür werde ich mich in unserer Hauptstadt einsetzen.

Autor: bz