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09. Februar 2012
Weiler Ideen für Lörracher Fasnacht
Frank Schmohl hat schon 14 Fasnachtsplaketten-Wettbewerbe in der Schweiz und in der Nachbarstadt gewonnen.
WEIL AM RHEIN. Bei Schweizer Fasnächtlern ist der Weiler Frank Schmohl gut bekannt. Denn er hat bei Gestaltungswettbewerben für Fasnachtsplaketten (Schweizerisch: Blaggedde) schon vierzehnmal den ersten Platz belegt. Seine Ideen zieren Plaketten im Baselbiet ebenso wie in den Kantonen Luzern und Aargau. Die Krönung aber ist: Sogar in Lörrach war der Weiler schon siegreich.
Als Hobby entdeckte der gelernte Buchhalter das Plakettenzeichnen erst im Sommer 2008, als er zufällig in der Basler Zeitung eine Ausschreibung der Schweizerischen Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden (FGR) für die "Rhyfälder Fasnacht 2009" sah. "Da könnte ich teilnehmen" dachte er sich, traute sich aber zunächst nicht. Aber im Urlaub ließ ihn der Gedanke nicht mehr los.Das Sujet war bereits vorgeben: Nüün Stärn (de luxe). "Es hat mich gereizt und plausch halber habe ich auf die Schnelle einfach angefangen zu zeichnen" erzählt er rückblickend. Nach etwa einer Woche war das Werk beendet. "Dass ich den Wettbewerb gewinne, davon habe ich nicht einmal zu träumen gewagt", sagt er heute. Aber immerhin: Die Leidenschaft war geweckt.
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Ein Jahr später war er dann schon gut dabei und gewann Wettbewerbe in Lörrach mit dem Sujet "S’isch hald eso", in Liestal mit dem Slogan "Mir si mir", in Laufen mit "Mer joodle" sowie in Sissach, wo die Devise "s’lauft" lautete. Im Jahr 2011 lief’s dann noch besser. Schmohl entschied die Ausschreibungen für die Plaketten in Reinach, Pratteln, Sissach, Kriens (bei Luzern) und in Basel bei der Schotte-Clique für sich. Außerdem gestaltete der ideenreiche Weiler das Lörracher Narrenplakat zum 75-jährigen Bestehen der Zunft.
Auch in dieser Saison ist Schmohl gut im Rennen. Bei der Schotte-Clique Basel sowie bei den Narren in Reinach, Binningen und Rheinfelden (CH) schenkte man ihm erneut das Vertrauen. Ein Traum ist aber noch unerfüllt: Der kreative Künstler würde gerne einmal den Wettbewerb in Basel gewinnen.
Der Entwurf einer Plakette muss originell sein, verrät Schmohl, das Werk dürfe nicht nur dem Komitee, sondern müsse auch dem breiten Publikum und vor allem ihm selbst gut gefallen, betont der Plakettenkünstler. Dazu sei es nötig, sich mit der Fasnacht in dem betreffenden Ort ausgiebig zu beschäftigen, damit man auch eine gute Basis für seine Ideen habe. Hilfreich seien dabei Zeitungen, das Radio oder das Internet. Vom ersten Gedanken über die Skizze bis zum fertigen Entwurf benötige er etwa zehn Stunden.
Als "Schwoob" hat Schmohl in der Schweiz keine Probleme. Er sei ein gern gesehener Gast, sogar dem Radio Sunshine habe er schon ein Interview gegeben. Dazu passt, dass Schmohl selbst ein begeisterter Fasnächtler ist. In den Buurefasnachtsumzug reiht er sich seit 2008 mit seinem Freund Jan Behrendt als die "Zwei Einzigartige vo Wil" ein. Jahrelang hat er in Guggemusiken gespielt, seit vier Jahren sitzt er am Schlagzeug der Kultband "Geifersepp und die Stuehlgang Stompers", die nur in Lörrach auftritt. Und damit nicht genug: Der kreative Tausendsassa ist auch als Autor für die Jahreszeitschrift "Narri Narro", dem Magazin für Europäische Fasnachtskultur, tätig.
Seine Frau Conny ist stolz auf ihn und freut sich über seine Erfolge, obwohl es ihr manchmal schon etwas zu viel wird, wenn er sich nicht der Familie und den beiden Söhne Nico und Dennis widmet, sondern wieder am Schreibtisch sitzt und neue Entwürfe für Plaketten austüftelt.
Autor: Norbert Sedlak
