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17. Juni 2017

Zwei Konzepte, einheitlicher Standard

Sicherheit wird am Brückenfest großgeschrieben / Auf französischer Seite gibt es sogar Zugangskontrollen.

  1. Die Dreiländerbrücke steht im Mittelpunkt des Jubiläumsfestes am 1. und 2. Juli. Foto: LANGELOTT

WEIL AM RHEIN. Mehrere zehntausend Besucher werden zum Brückenfest am 1. und 2. Juli im Weiler Rheinpark und auf dem Festareal auf Hüninger Seite erwartet. Selbstverständlich, dass da im Vorfeld die Frage der Sicherheit bei den Gesprächen zwischen den Verwaltungen, aber auch den Vertretern der Polizei eine große Rolle gespielt hat – immerhin gilt in Frankreich nach den Anschlägen in Nizza und Paris noch immer der Ausnahmezustand. Entsprechend werden auf französischer Seite auch Zugangskontrollen zum Brückenfest eingerichtet.

"Das ist für uns derzeit Standard. Solche Kontrollen sind vorgeschrieben bei allen Veranstaltungen, bei denen mit mehr als hundert Besuchern gerechnet wird", erklärte Bürgermeister Jean-Marc Deichtmann bei der Pressekonferenz diese Besonderheit. Ebenso selbstverständlich sei, dass in den Zugangsstraßen zum Festgelände Barrikaden – sei es mit abgestellten Lastwagen oder mit Betonklötzen – errichtet werden.

Ein anderes, aber, so Hauptamtsleiterin Annette Huber, nicht weniger effektives Sicherheitskonzept existiert auch für die deutsche Seite. Allerdings habe man hier nach längeren Diskussionen und in enger Abstimmung mit den französischen Sicherheitsexperten entschieden, dass solche Zugangskontrollen nicht möglich sind.

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"Dafür hätten wir den gesamten Rheinpark absperren müssen, was den Charakter des Festes dann unseres Erachtens doch negativ beeinträchtigt hätte", erklärte Huber. Zudem lasse sich allein schon durch die unmittelbare Nähe zum Rheincenter, das am Samstag geöffnet hat und tausende von Kunden anzieht, der Zugang zum Fest nicht so klar abriegeln wie auf französischer Seite. Umso mehr setze man auf die Präsenz der Sicherheitsdienste und natürlich auch auf die Polizei, die im Hintergrund wacht. Durch die spezielle Lage des Rheinparks lässt sich zumindest die Gefahr, dass Fahrzeuge auf das Festgelände rollen, minimieren.

Neben der Polizei ist eine große Zahl an Rettungskräften im Einsatz: das Rote Kreuz für die Versorgung von Notfällen, die DLRG für die Wasserrettung, die Feuerwehr sowie das Technische Hilfswerk. Zum Thema Sicherheit gehört nicht zuletzt auch die Anfahrt ans Fest: Da werben Hüningen wie auch Weil am Rhein ganz offensiv für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Am Sonntag werden dafür eigens Sonderbusse zwischen dem Alten Rathaus in Altweil und dem Rheinpark pendeln. Zudem werden am Rheinpark Fahrradabstellplätze geschaffen und auch kostenlose Parkplätze für Autos sind vorgesehen: Am Samstag und Sonntag steht das Parkhaus von Endress+Hauser offen und am Sonntag kann zudem das Parkhaus des Rheincenters benutzt werden.

Autor: Ulrich Senf