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15. Februar 2017 12:56 Uhr

Hüningen und Weil wollen NS-Zeit aufarbeiten

Zwei Städte – eine gemeinsame grenzüberschreitende Geschichte

Die Zeit des Nationalsozialismus harrt in Weil am Rhein nach wie vor ihrer Aufarbeitung. Hüningen und Weil wollen ihre Chroniken fortschreiben als grenzüberschreitendes europäisches Projekt.

  1. Hüningens Maire Jean-Marc Deichtmann (links) und Weils OB Dietz planen eine gemeinsame Stadtchronik Foto: Dorothee Philipp

WEIL AM RHEIN. Die Zeit des Nationalsozialismus harrt in Weil am Rhein nach wie vor ihrer Aufarbeitung. OB Dietz will das Projekt auf ganz eigene Art angehen, in Verbindung mit der Partnerstadt Hüningen als grenzüberschreitendes europäisches Projekt. Zusammen mit seinem Hüninger Amtskollegen Maire Jean-Marc Deichtmann hat er verabredet, die Geschichte der beiden Nachbarn und ihrer Bürger von 1866 bis in die Gegenwart hinein erzählen zu lassen. Allerdings schlug die Suche nach einen geeigneten Autor, der für das Projekt eben auch beide Sprachen sprechen muss, bisher fehl. Handlungsbedarf bestehe in doppelter Hinsicht. Zum einen sind die Chroniken beider Städte in die Jahre gekommen. Die Hüninger Chronik stammt aus dem Jahre 1975, die Weiler ist nur rund ein Jahrzehnt jünger. Zudem wurde die Zeit des Nationalsozialsmus beiderseits des Rheins in den Chroniken nur sehr spärlich behandelt. Ziel der "Doppelbiografie", wie Dietz das Projekt tituliert, müsse daher eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Zeit unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkungen und des kleinen, ganz alltäglichen Grenzverkehrs über den Rhein hin sein.

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Autor: Ulrich Senf