Traumstart dank Traumtor

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Di, 05. September 2017

Kreisliga Hochrhein

FUSSBALL-KREISLIGA A: Alban Hashani trifft aus 50 Metern / Albbruck verschenkt zwei Punkte.

FUSSBALL Kreisliga A. Mit einem sensationellen Distanzschuss hat Alban Hashani dem SV Rheintal den vierten Sieg im vierten Spiel beschert. Den ersten Punkt der Saison holte derweil der SV Albbruck, schenkte allerdings den möglichen Sieg gegen die SG Mettingen/Krenkingen fahrlässig her.

Zwölf Punkte aus den ersten vier Spielen: Beim SV Rheintal läuft es. Als einzige Mannschaft in der Ost-Staffel können die Mannen von Trainer Uwe Weißenberger eine perfekte Ausbeute vorweisen und rangieren folgerichtig an der Tabellenspitze. Dabei fiel der jüngste Sieg längst nicht so deutlich aus, wie es in den vorangegangenen Spielen der Fall gewesen war. Im Gegenteil: Nur knapp setzte sich der SVR im Auswärtsspiel beim SV Nöggenschwiel durch (1:0).

Das Tor des Tages war dabei eines aus der Rubrik "kann man mal versuchen": Mit einem brachial getretenen Freistoß aus über 50 Metern Distanz überlistete der Rheintäler Alban Hashani den Nöggenschwieler Schlussmann Sven Karthan, der zu weit vor seinem Gehäuse stand und nicht mit einer solchen Aktion gerechnet hatte. Rehabilitieren konnte sich der geschlagene Keeper, der von seinem Trainer Mike Krüger schon mehrfach als "einer der besten Torhüter der Liga" geadelt wurde, in der Schlussphase – zumindest persönlich. Mit einer sehenswerten Flugeinlage vereitelte Karthan den zweiten Freistoßtreffer der Gäste; die Niederlage konnte der SVN allerdings nicht mehr abwenden.

Von einem typischen 0:0-Spiel sprach Krüger nach der Partie. Beide Abwehrreihen hätten sich praktisch keine Blöße gegeben. "Nach vorn hat allerdings die Durchschlagskraft gefehlt." Derzeit müssen die Nöggenschwieler noch mit einem sehr dünnen Kader antreten – die beiden ersten Saisonspiele hatte der Verein aus personeller Not verschoben. "Zu alter Stärke werden wir erst wieder finden, wenn alle dabei sind", sagt Krüger, dem derzeit sechs Stammkräfte fehlen.

Torwart Simon Gantert trifft zum späten Ausgleich

Für den SV Albbruck bedeutete das 2:2 gegen Mettingen/Krenkingen den ersten Punktgewinn der Saison. Die Vorzeichen für beide Kontrahenten hätten unterschiedlicher kaum sein können. Auf der einen Seite der SVA, nach eigenem Anspruch eine Top-Mannschaft der Ost-Staffel, auf der anderen der Aufsteiger, der nach drei Partien noch ungeschlagen war. Zwei Siege und ein Remis, so die Ausbeute der Elf von Trainer Markus Blatter.

Und die Mettinger? Lange sah es so aus, als würde deren Serie in Albbruck reißen. 2:0 führten die Gastgeber zwischenzeitlich. Nach der Pause schlug jedoch die Stunde der Gäste. Erst traf Stefan Isele per Abstauber zum Anschluss (51.). Kurz vor Schluss war es der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Simon Gantert – seines Zeichens eigentlich Torhüter – der zum 2:2 traf. Als Brecher im Angriff haben man den jungen Keeper kurz vor Schluss eingewechselt, so Sportchef Christian Seebacher.

Von "zwei individuellen Fehlern, die nicht passieren dürfen", sprach SVA-Trainer Markus Jehle nach der Partie. "Wir haben uns selber um die Punkte gebracht." Für SG-Coach Blatter stimmte die kämpferische Leistung seiner Elf, "in der Offensive aber hapert es noch".

In der West-Staffel fertigte Aufsteiger SV Nollingen die ersatzgeschwächten Gäste des SV Weil III mit 12:0 ab. "Wir wissen um die personellen Probleme, die Weil hatte", schränkte SVN-Trainer Giovanni Di Feo ein. "Dennoch muss man erst einmal zwölf Tore schießen." Beim zweiten Sieg in Folge glänzte vor allem Santo Di Fazio mit fünf Treffern.

Tore satt in Nollingen, jedoch keine Treffer beim Derby zwischen dem SV Herten und dem bis dahin punktlosen Schlusslicht FV Degerfelden. "Nach drei sieglosen Spielen wollten wir uns in Herten nicht abschießen lassen. Das ist uns mehr als gelungen", resümierte FVD-Spielertrainer Patrick Streule. "Herten hatte gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, aber wir haben nur wenige klare Torchancen zugelassen", lobte er das Defensivverhalten gegen den zuvor verlustpunktfreien Spitzenreiter.