WEINFEST-ZEHNTEL: Den Schirm in der Hand

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Mo, 20. August 2018

Emmendingen

Ein kräftiger Regenguss trübte am Eröffnungsabend etwas die Festlaune. Gegen 22 Uhr öffneten sich die Himmelsschleusen und viele Festbesucher suchten Schutz, wo immer sie ihn fanden. Andere tanzten umso ausgelassener. Da war Claudia Vetter allerdings schon einige Stunden Prinzessin. Bei ihrer Schwester Isabella prägten im Jahr 2014 Schirme bereits das Krönungszeremoniell. Es goss in Strömen und die wenigen Zuschauer flüchteten unter Zelte und Planen – die Hoheit selbst sogar unter den Schirm mit dem Emblem einer Brauereikette – was sie selbst im Nachhinein als größten Fehler ihrer Amtszeit bezeichnete. "Schorle Natur zum Auftakt" titelte damals die BZ. Nach dem wetterbedingt verhaltenen Auftakt sprengte das 43. Weinfest dann aber alle Dimensionen und endete mit einem Rekordbesuch. Wenn das kein gutes Omen für 2018 ist...

Den Finger am Knopf

Das große Feuerwerk gehört zum Weinfest wie die Traube zum Wein. Es ist seit vielen Jahren dank zahlreicher Sponsoren das furiose Finale, das mit seinem besonderen Zauber auch heute noch einmal Tausende in das Weindorf locken wird. Für Julia Jauch wird es ein besonderes Erlebnis werden. Denn die Emmendingerin drückt diesmal um 22.15 Uhr den Knopf für das Abbrennen des Spektakels. Sie hat diesen wichtigen Akt von Festorganisatorin Andrea Schlenk als Geschenk zur Hochzeit bekommen. "Sie ist schon ganz aufgeregt, hoffentlich hat sie eine ruhige Hand", so Schlenk.

Den Rekord im Blick

Freitag und Montag gehört das Weinfest den Emmendingern, der Samstag ist traditionell der "Fremdentag". Das ist auch 2018 wieder so. Und am Sonntag ist das Publikumsinteresse eher verhalten. "Da ruhen sich viele vom Feiern aus", weiß Organisatorin Andrea Schlenk. Selten war der Besucheransturm schon zum Auftakt so groß wie diesmal. "Man soll nicht immer von Rekorden sprechen, aber das wird wohl doch einer", ist sie zuversichtlich.