Die Moorgeischder sind erwacht

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Di, 15. Januar 2019

Weisweil

Weisweiler Narrenzunft eröffnet die Fasnetssaison.

WEISWEIL. Die Narrenzunft Moorgeischder hat am Samstag in Weisweil die Fasnetssaison eröffnet. Am Zehntscheuerplatz wurden neue Narren getauft und die Narrenfahne gehisst. Danach zogen die Gastgeber und ein Dutzend Gastzünfte mit einem Fackelumzug zur Rheinwaldhalle und feierten dort "Geischterstund bis der Moorge kummt".

Die 2010 gegründete Narrenzunft mit ihren knapp 30 Hästrägern begann ganz klassisch, mit dem Wecken von Moorgeischd und Moorlochtrude im Rheinwald, weit draußen und abseits der Zuschauer. Die Gastzünfte sammelten sich derweil am Zehntscheuerplatz in Weisweil. Dort begrüßte Oberzunftmeister Maik Schneider die große Schar. Als sichtbares Zeichen, dass die närrische Zeit begonnen hat, hissten die Moorgeischder ihre Fahne. "Von heute bis Aschermittwoch werden Moorgeischd und Moorlochtrude ihr Unwesen treiben", sagte Schneider. Getreu dem Motto "jedem zur Freud, niemand zu Leid", taufte er am Zehntscheuerplatz drei neue Mitglieder. Der Fackelumzug startete bei Nieselregen. Die Narrenschar bot dennoch ein buntes Bild: Die Moorgeischder zogen voran, gefolgt von den Wiswieler Kolibachern und der Guggemusik von Hornigl’r (Wyhl) und Gsoddini 13 (Forchheim). Im Fackelzug waren Zünfte aus der Nachbarschaft wie die Nachtschatten-Teufel aus Herbolzheim, die Altstadt-Häxe und Deifel Kenzingen und die Käppeli-Baschi Malterdingen. Aus dem Kaiserstuhl kamen die Teufelsburg-Ritter Kiechlinsbergen. Von weiter her waren die Zunfthexen aus Ottenheim, die Möslegeister Buchholz, und die Felsenwässerligeister Waldkirch angereist. Dabei waren außerdem die Brettenbach-Geister Windenreute, die Glimpenheimer Elmetritsche aus Wasser und die Opfinger Rebdeifel.

Die Umzugsstrecke war – mit Ausnahme in der Ortsmitte – von wenigen Zuschauern gesäumt. In der Halle war dann Party angesagt, aber auch Gelegenheit, Freundschaften unter den Zünften zu pflegen. Für die Zunftmeister der Gastzünfte gab es zu Beginn des Treibens in der Rheinwaldhalle einen Empfang.