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16. Januar 2016

"Wir gehen zurück zu reinen Fasentsgruppen"

BZ-INTERVIEW mit Frieder Heidt zur Absage des Tanzfestivals.

  1. Frieder Heidt Foto: Ilona Hüge

WEISWEIL (hü). Das Tanzfestival, ein Wettbewerb, der sich unter den Fasentsveranstaltungen des Fußballclubs Weisweil großer Beliebtheit erfreute, wird in diesem Jahr ausfallen. Frieder Heidt, FCW-Elferratspräsi und seit 2002 Organisator des Tanzfestivals, sprach mit BZ-Mitarbeiterin Ilona Hüge über die Gründe, die 27. Auflage des Wettbewerbs in diesem Jahr zu streichen.

BZ: Herr Heidt, warum haben Sie das Tanzfestival abgesagt?

Heidt: Dieses Jahr haben wir nur eine sehr kurze Kampagne. Das brachte mit sich, dass einige Gruppen überhaupt keinen Tanz machen. Weitere Gruppen, die seit Jahren teilnahmen, sagten aus anderen Gründen ab. Angemeldet haben sich vier Gruppen. Da mussten wir die Entscheidung treffen, das Tanzfestival abzusagen. Als Ersatzveranstaltung gibt es eine "Crazy Night".

BZ: Was sind denn außer der kurzen Fasentssaison die Gründe, nicht zum Tanzfestival zu kommen?

Heidt: Ich habe viel Input bekommen, gerade von Gruppen, die immer wieder dabei waren. Dabei gab es Aussagen wie "zu volle Halle", "zu professionell geworden", und die Kritik, dass auch Gruppen dabei sind, die das ganze Jahr tanzen und mit der Fasent nicht viel zu tun haben.

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BZ: Sind Sie also jetzt zum Opfer des großen Erfolgs geworden?

Heidt: Das Problem war und ist die Größe der Halle. Die Veranstaltung erfreute sich einer solchen Beliebtheit, dass die Halle dem Besucherstrom einfach nicht gewachsen war. Für die Teilnehmer bedeutete es Warteschlangen bis auf die Rheinstraße, mit Anstehen bis zu 1,5 Stunden, und wir mussten, etwa zum 25. Tanzfestival, vielen Gruppen absagen. 2015 entschlossen wir uns dann, die Teilnehmerzahl von 20 auf zehn Gruppen zu reduzieren. Es war sichtlich besser, aber für uns stellte sich das Problem, ein abendfüllendes Programm anzubieten. Zehn Gruppen bedeuten eine reine Showzeit von circa einer Stunde, wir mussten für ein weiteres Showprogramm sorgen.

BZ: Wie sieht es vor diesem Hintergrund mit der Zukunft fürs Tanzfestival aus?

Heidt: Wir geben nicht auf. Dafür ist der Abend zu schön, um ihn einfach komplett fallen zu lassen. Aber wir werden das Konzept überdenken. Wir können die Halle nicht vergrößern, aber wir wissen nun, wo wir angreifen müssen. Es wird in Richtung "back to the roots" gehen. Wir werden darauf zurückgehen, dass nur reine Fasentsgruppen teilnehmen.

Friedrich Heidt ist 51 Jahre alt, von Beruf Groß-und Einzelhandelskaufmann. Im Fußballclub Weisweil ist er vielfältig engagiert: Seit 2002 ist Heidt im FCW-Elferrat, seit mehr als zehn Jahren Elferratspräsi.

Autor: hü