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27. Juli 2012

Weiter literarischer Bogen

Am Experiment "Kandern liest" beteiligte sich auch Bürgermeister Winterhalter / Viele Zuhörer.

  1. Auch die Jüngsten unter den in Kandern Vorlesenden fanden ein gespannt lauschendes Publikum. Foto: Bronner

KANDERN (bn). Vor zwei Jahren zu Kanderns 200-Jahre-Stadtrechtsjubiläum richtete der Förderverein der Stadtbücherei erstmals eine öffentliche Lesung im Schatten der Linde vor der Stadtkirche und auf dem nahen Hof der Grundschule aus. Jetzt gab es eine zweite Auflage des literarischen Experiments "Kandern liest", das ein voller Erfolg wurde.

Wie beim ersten Mal war den Vorlesenden ihr Textbeitrag freigestellt, wodurch das dargebotene prosaische und lyrische Kaleidoskop alle Facetten der Erzähl- und Dichtkunst von betont heiter und urkomisch bis zu kriminalistisch spannend und todtraurig aufwies.

Da kontrastierten etwa Franz Hohlers Miniaturgrotesken mit Wolfgang Borcherts "Küchenuhr"-Erzählung, die unfreiwillig komischen Reimergüsse des "Schlesischen Schwans" (Friederike Kempner) mit Conrad Ferdinand Meyers dramatischer Ballade "Die Füße im Feuer" oder Manfred Rommels Stuttgarter OB-Anekdoten (hier vorgelesen von Bürgermeister Bernhard Winterhalter) mit den "gepfefferten Erinnerungen" des Promi-Kochs Vincent Klink.

Auch Johann Peter Hebel kam mit einem besinnlichen Gedicht zu Ehren und aus eigener Schreibwerkstatt steuerten Christa Heimann Gedichte und Prosa, Cornelia Hossfeld heitere Kurzgeschichten und Ellen Heinzelmann eine spannende Krimistory bei.

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Parallel dazu durften auf dem benachbarten Schulhof 16 Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klassen vor stattlichem gleichaltrigem und erwachsenem Publikum ihre Lieblingsgeschichten und -gedichte vortragen. Dabei wurde der literarische Bogen vom Heimatgedicht "Das Eggener Tal", über Otfried Preußlers "Die Abenteuer des starken Wanja" bis zu Simone Elkeles "Du oder das ganze Leben" gespannt.

Autor: mb