Weitere Fliegerbombe in Lahr entschärft

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Mi, 08. August 2018

Südwest

Zweiter Alarm in einer Woche.

LAHR. Am Hohbergweg in Lahr ist am Dienstag erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Wie bereits am vergangenen Mittwoch musste ein Gebiet in einem Umkreis von 300 Metern um den Fundort evakuiert werden. Etwa 100 Menschen mussten Häuser und Wohnungen verlassen, was ohne Probleme verlief. An einer Lahrer Schule wurde eine Sammelstelle eingerichtet. Gegen 18 Uhr gab es Entwarnung, die Anwohner konnten zurückkehren. Nach Angaben der Polizei, die mit 80 Beamten im Einsatz war, handelt es sich erneut um eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe. Sie war nur etwa 20 Meter vom Fundort der ersten Bombe entdeckt worden.

Die Nachricht vom erneuten Bombenfund auf dem Areal am Hohbergweg ist keine Überraschung. Die Experten waren davon ausgegangen, dass sich dort weitere Blindgänger im Boden befinden. Der Grund ist die Bombardierung der früheren Serre-Kaserne Ende des Zweiten Weltkriegs. Damals waren etwa 250 Sprengbomben abgeworfen worden. 27 Menschen verloren damals ihr Leben, 20 wurden verletzt.

Zu einer dritten Evakuierung soll es nicht kommen

Zu einer dritten Evakuierung soll es nicht kommen. "Wir gehen nicht davon aus, auf der Grünfläche noch weitere Blindgänger zu finden", sagt Polizeipressesprecher Patrick Bergmann nach Rücksprache mit den Experten. Über diese Nachricht werden sich nicht nur die Anwohner freuen, sondern auch die Imolar GmbH. Diese möchte auf dem Areal, auf dem einst die Wissenschaftliche Hochschule beheimatet war, Wohnungen bauen. Im Vorfeld hatten die Eigentümer eine Spezialfirma beauftragt, um das Gelände zu untersuchen. Während das Bebauungsplanverfahren noch läuft, ist nun zumindest der Boden für das Projekt bereitet.

Zu einer aufwendigeren Aktion war es in Lahr im Mai vergangenen Jahres gekommen. Damals war bei Arbeiten am Bahnhof eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.