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18. Juli 2012

Weltrekord gehört ins Tal

Am 28. Juli will Gilles Giguet am Eichberg 50 Meter mit dem Springboard schaffen.

  1. Die Rindenstücke flogen beim Entrinden des Stamms. Foto: heidi fössel

SCHUTTERTAL. Traktoren, Motorsägen, Kleie, Äxte, Schäleisen – sind in ihrem Element gewesen. Die Schuttertäler Protagonisten des Holzfällersports haben nicht trainiert für die 34. Internationalen Holzfällermeisterschaften am am 28. und 29. Juli am Eichberg. Sie haben vielmehr am Freitag im Wolfersbach zwei riesige Tannen gefällt. Zusammengesetzt sollen die beiden Kaventsmänner den Weltrekordversuch von Gilles Giguet im Springboard ermöglichen.

50 Meter hoch will sich der Franzose mit dem Springboard in die Höhe arbeiten, um dort den an der Spitze angebrachten Buchenblock mit der Axt durchzuschroten und den Weltrekord wieder in seinen Besitz zu bringen. Am Samstag, 28. Juli, um 19 Uhr startet Gilles Giguet das Unternehmen Weltrekord. Es soll neben dem Eurojackwettbewerb der Sportholzfäller tags darauf, die dieses Jahr zum zehnten Mal den Eurojack-Europameister ermitteln, das Highlight am Eichberg werden.

Schafft es der Franzose aus der Nähe des ehemaligen Olympiaorts Albertville, ist Schuttertal zum dritten Mal Weltrekordort.

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Am 26. Juni 2003 hat Giguet in Schuttertal mit 28 Metern eine Weltrekord aufgestellt. Ein Jahr später hat er ihn in der Schweiz auf 34 Meter verbessert. Die RSVler hat das gewurmt. "Der Weltrekord gehört ins Schuttertal" war ihre Devise. Am 25. August 2006 war es dann so weit. Gilles Giguet schraubte den Rekord am Eichberg auf 40 Meter. "Ein Rekord für die Ewigkeit", mutmaßten nicht wenige – bis ein Landsmann Giguets im vergangenen Jahr 43 Meter schaffte. Das wurmte dem entthronten Weltrekordler. Er wandte sich an den RSV Schuttertal, ob nicht vielleicht...

Der RSV macht es nun möglich, er nahm die Herausforderung an. Einen Baum, der in 50 Metern Höhe noch 28 Zentimeter Durchmesser hat, hätte sich im Schwarzwald finden lassen, aber wohl kaum ins Schuttertal transportiert werden können. Damit stand fest, dass zwei Stämme benötigt werden, die dann mit einer Metallhülse miteinander verbunden werden. Am Samstag, 21. Juli, werden die RSVler den Baum für den Weltrekordversuch vorbereiten und aufstellen. Der Baum wir zwei Meter tief in die Erde eingegraben und mit Seilen verspannt. Die Ringerjugend wird die Schaulustigen bewirten.

Eine Woche später, am Samstag, 28. Juli, um 19 Uhr will sich Gilles Giguet dann den Rekord zurückholen. Zuvor findet am Nachmittag der Qualifikationswettbewerb für das Eurojackfinale statt. Nicht weniger als 40 Sportholzfäller werden um einen der noch elf freien Plätze im Finale am Sonntag, 29. Juli, um 13.30 Uhr kämpfen. Erstmals ist auch ein Teilnehmer aus Rumänien dabei. Auch Athleten aus Schweden haben wieder gemeldet. Eigentlich sind zehn Punktbesten der Eurojack-Gesamtwertung fürs Finale gesetzt, dazu kommen die zehn Besten aus der Qualifikation. Da ein bereits Qualifizierter nicht starten kann, rückt ein Qualifikant mehr in den Endkampf.

Autor: Theo Weber