Von der Ortsdienerin zur Vize-Bürgermeisterin

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 30. Januar 2018

Wembach

Roswitha Strohmeier nach über 45 Jahren ehrenvoll verabschiedet.

WEMBACH (vwe). Ihren Dienst hat Roswitha Strohmeier schon vor einer Weile beendet, jetzt wurde die 71-Jährige nach über 45 Jahren als Gemeindedienerin von Wembach offiziell von Bürgermeister Christian Rüscher verabschiedet. Im kleinen Kreis, gemeinsam mit Ehemann Alfons, traf man sich zum Mittagessen. Bürgermeister Rüscher überreichte Strohmeier eine Dankesurkunde und lobte ihr großes Engagement für die Gemeinde und die Gemeinschaft. Roswitha Strohmeier übernahm in all den Jahren sehr viele Aufgaben, engagierte sich ehrenamtlich und sei ein wichtiger und fester Bestandteil der Gemeinde Wembach.

Auf einen Beschluss des Gemeinderats wurde sie am 22. April 1971 als Ortsdienerin eingestellt. Sie bewarb sich als erste Frau auf diesen Posten. Die Stelle trat sie dann am 1. Mai 1971 an. Ihre Aufgabe war es, die Post und alle amtlichen Mitteilungen den Bürgern ins Haus zu bringen. Dazu zählten damals unter anderem Lohnsteuer- und Wahlkarten, Feuerschutzabgabe- und Wasserzinsbescheide, Einladungen, für die Landwirtschaft, die Viehzählung und vieles mehr. In all den Jahren kamen so rund 1000 gelaufene Kilometer zusammen, schließlich musste auch der Ortsteil Schindeln mitversorgt werden.

Neben Botengängen erledigte sie auch außergewöhnliche Dinge. So zählte auch die Vorbereitung der damals noch üblichen Kinderimpfungen des Amtsarztes im Rathaus dazu. Ab März 1972 war sie auch für die Reinigung des Rathauses zuständig. Unter anderem hatte Roswitha Strohmeier in ihrer langjährigen Zeit auch eine 30-köpfige Kindergartengruppe unter ihren Fittichen, die damals im ehemaligen jüdischen Erholungsheim untergebracht war. Sie organisierte außerdem die jährlichen Adventsfeiern für die Senioren mit vielen Beiträgen wie Musik und Krippenspielen zur Freude der Kinder im Dorf und der älteren Generation. Überhaupt lagen ihr Kinder, die Jugend und die Senioren besonders am Herzen.

In den vergangenen Jahren widmete sie sich zudem der Sauberkeit auf dem Kinderspielplatz. Neben ihrer Tätigkeit als Gemeindedienerin war sie auch politisch sehr engagiert. Von 2004 an war sie für zehn Jahre lang als Gemeinderätin politisch tätig und vertrat über diese Zeit die Gemeinde Wembach im Gemeindeverwaltungsverband. Fünf Jahre lang war sie Stellvertreterin des Bürgermeisters.

Mit Freude und Dankbarkeit blickt Roswitha Strohmeier auf vergangene Zeiten, gute Gespräche, die Freude der Kinder, die das Dorf belebten, und an die ältere Generation, die sie stets zu den Geburtstagen besucht hatte, zurück.