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05. Januar 2017

Für Wieden soll’s bald bessere Verbindungen geben

SWR erteilt Vodafone Freigabe für LTE-Richtfunk zum Sender Hohe Möhr / Schnelles Internet mit Stiegeler und Landkreis.

  1. Dank LTE-Richtfunkverbindung zum Hohe-Möhr-Sender kann Wieden auf eine leistungsstärkere Verbindung ins Internet hoffen. Foto: K. Krämer / dpa

WIEDEN (BZ). Im April 2014 hatte der damalige Bürgermeister Berthold Klingele Alarm geschlagen, weil dass Mobilfunknetz von Vodafone/D2 in Wieden total ausgefallen war. Viele Bürger hatten sich in ihrer Verzweiflung an ihn gewandt. Klingele wandte sich auch an den Hauptsitz von Vodafone in Berlin und bat den Bundestagsabgeordneten Armin Schuster um Hilfe.

Schuld an den Ausfällen gab Vodafone einer störanfälligen, von der Telekom angemieteten Leitung. Um diesen Zustand zu verbessern und um unabhängig von der störanfälligen Mietleitung der Telekom zu sein, hat Vodafone Ende 2015 Geld in die Hand genommen, den Funkmast in Wieden gekauft, die komplette Systemtechnik modernisiert und LTE-Technik für mobiles Internet am Mast installiert.

Die Anbindung der Station in Wieden sollte dann von der Mietleitung der Telekom auf direkten Richtfunk von Vodafone umgestellt werden. Als Gegenstelle für den Vodafone-Richtfunk soll der SWR-Mast auf der Hohen Möhr dienen. Seit knapp einem Jahr hatte es aber mit der Richtfunkanbindung am Hohe-Möhr-Mast nicht geklappt. Vodafone wartete auf die Freigabe vom SWR, dass der Richtfunk dort installiert werden kann. Nach Auskunft des SWR erfolgte im November 2016 erst die statische Freigabe des Hohe-Möhr-Mastes. Die endgültige Freigabe zur Richtfunk-Installation durch Vodafone sei nun am 5. Dezember erteilt worden, teilte SWR-Pressesprecher Wolfgang Utz mit. So hofft man in Wieden, dass das mobile Internet bald besser wird. Bürgermeisterin Annette Franz hatte sich auch schon an Vodafone gewandt.

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Unterdessen betreibt die Firma Stiegeler-Systemtechnik (Schönau) ihr WLAN-Netz in Wieden weiterhin zur Versorgung der vorhandenen Kunden. Über eine Richtfunkstrecke ist es ans Glasfasernetz von Bad Krozingen angebunden mit einer Übertragungsrate von 9 Megabit, so Stiegeler. Im Unterschied zum LTE-Funknetz von Vodafone biete man keinen Volumentarif, sondern eine Flatrate an.

Wenn der Landkreis das Glasfasernetz ausgebaut hat (Ziel: Glasfaserleitung bis in jedes Haus), können die Stiegeler-Kunden für schnelles Internet am heimischen PC dann nahtlos an dieses Netz angebunden werden.

Zur Unterstützung des Handy-Empfangs wird die in Aussicht stehende Verbesserung der Vodafone-Technik via Richtfunk auf jeden Fall begrüßt.

Autor: bz