Wasserpreise in Wieden steigen an

Paul Berger und Dirk Sattelberger

Von Paul Berger & Dirk Sattelberger

Do, 06. Dezember 2018

Wieden

Der Kubikmeter kostet bald 2,60 Euro / Behinderungen auf der Landesstraße nach Münstertal / Schulsanierung im nächsten Jahr.

WIEDEN. Im kommenden Jahr soll die Grundschule Wieden-Utzenfeld saniert werden. Das war im Gemeinderat in Wieden am Montag zu erfahren. Auch in die Straßensanierung wird saniert. Bei Wasser und Abwasserentsorgung müssen sich die Bürger auf steigende Preise einstellen. Damit sollen Verluste der letzten Jahre ausgeglichen werden.

Wassergebühren: Fest steht schon jetzt, dass die Gebühren sowohl für den Trinkwasserbezug als auch für das Abwasser 2019 angehoben werden. Beim Trinkwasser erhöht sich die Gebühr von bislang 2 Euro je Kubikmeter auf 2,60 Euro (zum Vergleich: Schönau 1,49 Euro). Beim Abwasser steigt der Preis von derzeit 3,50 auf 3,70 Euro je Kubikmeter. Grund sind laut Erich Glaisner vom Schönauer Rathaus die in der Vergangenheit nicht vollständig gedeckten Kosten bei der Wasserversorgung.

Investitionen: Zu den dicksten Brocken bei den für 2019 geplanten Investitionen zählen bauliche Maßnahmen im Gewann Niedermatt. Damit verbunden sind Sanierungsarbeiten an der Straße sowie die Erneuerung der darin befindlichen Wasserleitungen, wie von Bürgermeisterin Annette Franz in der Gemeinderatssitzung zu erfahren war. Im Haushaltsentwurf 2019 sind hierfür Gesamtkosten in Höhe von 195 000 Euro eingeplant, sagte Erich Glaisner vom Rechnungsamt des Gemeindeverwaltungsverbands.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen sei eine Darlehensaufnahme in Höhe von 180 000 Euro erforderlich. Das zweite, größere Projekt, das im kommenden Jahr angegangen werden soll, ist die Innensanierung der Schulräume in der Grundschule in Wieden. Wie zu hören war, ist das hierfür benötigte Geld bereits im laufenden Etat 2018 eingestellt und soll nach Auskunft von Glaisner in das Budget 2019 übertragen werden.



Bilanz: Insgesamt zeichnet sich für die Gemeinde Wieden auch 2019 ein positives Ergebnis ab. Obwohl derzeit noch nicht alle Zahlen und Fakten auf dem Tisch liegen, kann nach jetzigem Stand mit einem Jahresüberschuss von rund 70000 Euro gerechnet werden. Allerdings dürften sich die Mehreinnahmen, insbesondere bei den Steuern, durch höhere Umlagen wieder ausgleichen. Noch keine Zahlen gibt es außerdem vom Forst. Hier hofft man auf schwarze Zahlen. Die endgültige Haushaltssatzung für 2019 wird vom Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen verabschiedet.

Straßensanierung: Für das kommenden Jahr hat das Regierungspräsidium Freiburg eine Vollsperrung der Landesstraße 123 von Wieden ins Münstertal angekündigt. Dort wird seit September eine Stützwand auf einer Länge von 2,5 Kilometern instandgesetzt. Im Moment steht dort am Scharfenstein eine Baustellenampel, die den verkehr jeweils für eine Spur freigibt. Über den Winter wird die Verkehrssicherung zurückgebaut und die Ampel abgebaut. Voraussichtlich ab 12. August 2019 wird dann eine Vollsperrung notwendig. Sie soll bis 25. Oktober andauern. Umleitungsstrecken führen über Neuenweg und Haldenhof oder Todtnau in die Rheinebene. Die Bauarbeiten kosten laut Plan 1,2 Millionen Euro.