Christ sein – ein Hoffnungszeichen

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Sa, 08. September 2018

Winden im Elztal

Männerwallfahrt auf dem Hörnleberg / Bernhard Thum feierte Gottesdienst / Mehr als 300 Gläubige kamen auf vielen Wegen.

WINDEN. Weit über 300 Pilger folgten der Einladung des Männerwerks zur Wallfahrt auf den Hörnleberg, die traditionell immer am ersten Sonntag im September stattfindet. Sie wurde – wie fast immer – von den Yacher "Hislimusikanten" umrahmt. Die Predigt hielt Wallfahrtsdirektor und Männerseelsorger Bernhard Thum aus Winden, ihm zur Seite stand Diakon Bernd Reinbold aus Kollnau.

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom und auch eine ganze Reihe vom Elz- und Simonswäldertal auf den 907 Meter hohen Hörnleberg, dem bekannten und beliebten Wallfahrtsort über dem Elztal. Besonders beschwerlich ist der Weg von Oberwinden herauf. Schon eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes waren in der Wallfahrtskirche "Zur lieben Frau vom Hörnleberg" alle Bänke besetzt und noch immer trafen Pilger – Männer und Frauen – auf dem Berg ein, so dass es am Ende auch kaum mehr Platz in der Kapelle gab. "Wenn es so voll ist, dann sind es über 300 Besucher, ich denke, es sind 350", schätzte Hörnleberg-Meßmer Erwin Schultis. Eigentlich ist es eine Männerwallfahrt, mindestens ein Drittel der Pilger war allerdings weiblich, so dass es de facto eine Familienwallfahrt war.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst zum 40. Mal von den "Hislimusikanten" und vom Chor des Männerwerks im Dekanat Endingen-Waldkirch.

Wie es die Widmung "Unsere liebe Frau vom Hörnleberg" besagt, wird auf dem markanten Berg besonders die Gottesmutter Maria verehrt und so passte das Tagesevangelium, die Ankündigung der Geburt Jesu, hervorragend zum Ort.

Christen, so Pfarrer Thum, sollten niemand hinterherlaufen, vielmehr ihren eigenen Weg finden und gehen. Dazu gehöre der persönliche Weg zu Gott und zur Kirche. Die Botschaft Christi, wie sie im Gottesdienst verkündet wird, gebe im "Hier und Jetzt" Halt, Mut und Kraft für die täglichen Aufgaben. Dazu passe das diesjährige Wallfahrtsmotto "Fürchte Dich nicht, der Herr ist mit dir". Der Glaube an Gott führt zusammen, dafür sei der Hörnleberg und die Männerwallfahrt ein gutes Beispiel, und gebe Kraft: Gott ist mit uns und segnet uns. Eine Wallfahrt sei kein Nachlaufen, sondern ein Ja zum "Christsein aus Liebe zu Gott" und somit ein Hoffnungszeichen, das das Land und die Welt brauche.

Zusammen mit dem gemütlichen Beisammensein nach der Messe war es einmal mehr ein Tag zum Lob Gottes und auch der Begegnung und Freude.