Fehlerlos aufs Podest

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 18. Januar 2019

Behindertensport

Kollmarsreuter Alexander Ehler Dritter beim Para-Weltcup in Östersund / Nico Messinger frustriert.

BEHINDERTENSPORT (BZ). Beim Weltcup der nordischen Para-Skisportler im schwedischen Östersund schaffte Alexander Ehler vom SV Kirchzarten im Biathlon-Sprint am Dienstag den Sprung aufs Podest. Wie bereits im Langlaufrennen über die lange Strecke kam Ehler bei den Männern stehend auf Platz drei. Der Kollmarsreuter schoss fehlerlos und musste sich lediglich Benjamin Daviet (Frankreich) und Grygorii Vovchynskyi (Ukraine) geschlagen geben.

Einen vierten Platz gab es beim Biathlon in Östersund für Martin Fleig (Ring der Körperbehinderten Freiburg). "Zwei Schießfehler sind zwei zu viel", haderte der Paralympicssieger aus Gundelfingen. Der Sieg bei den Männern im Schlitten ging an den überragenden Athleten der laufenden Saison, Daniel Cnossen aus den USA. Immerhin: "In der Loipe habe ich mich heute ein Stück besser gefühlt als in den vergangenen Tagen", sagte Fleig und dankte den Technikern des deutschen Teams "für ein Bombenbrett".

Schwierigkeiten am Schießstand hatten auch drei andere Deutsche. Patrik Fogarasi vom SV Kirchzarten kassierte im ersten Schießen drei Fahrkarten, wodurch eine bessere Platzierung als der siebte Rang früh außer Reichweite war. "Das habe ich versaut", sagte er.

Sogar vier Fehler leisteten sich sein Vereinskollege Marco Maier (Siebter bei den Männern stehend) und Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg). "Meine Hände waren so kalt, dass ich kein Gefühl hatte", berichtete Maier, der zudem mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Messinger konnte sich seine Fehler nicht erklären, fand aber Trost in seiner läuferischen Leistung. "Das war ganz okay." Gemeinsam mit seinem Guide Lutz Klausmann kam er bei den Männern mit Sehbehinderung auf den neunten Platz. Der Sieg ging an Iaroslav Reshetynskyi aus der Ukraine.

Beim Langlauf-Sprint am Mittwoch kam Nico Messinger bei winterlichen Bedingungen nicht über den Prolog hinaus. Rang neun war zu wenig, um sich fürs Halbfinale zu qualifizieren. "Ich kann mir nicht erklären, warum ich heute so langsam war", sagte der 24-Jährige und hielt sich ansonsten mit Kommentaren zurück. Für die beiden Starter des SV Kirchzarten, Patrik Fogarasi und Marco Maier, war jeweils nach dem Halbfinale Schluss. "Der Prolog hat mir gezeigt, dass ich es kann. Aber danach war keine Kraft mehr da", sagte Fogarasi. Alexander Ehler verpasste bei den Männern stehend das Podium als Vierter knapp. Martin Fleig verzichtete auf einen Start.