Winzer erwartet bis zu 10 000 Flaschen Hornfelsen-Wein

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Fr, 10. August 2018

Grenzach-Wyhlen

Hansjörg Lang bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Sohn seit 16 Jahren die Reben in Grenzach / Ideales Wetter für die Trauben.

GRENZACH-WYHLEN. Der Hornfelsenwein Jahrgang 2018 soll zu einem Wein mit Ausnahmequalität ausgebaut werden. Die Voraussetzungen dafür liegen vor, bestes Sommerwetter mit kühlen Nächten sowie ein sehr guter Traubenstand.

"Es ist ein Traum nach der Enttäuschung im vergangenen Jahr", sagt Winzer Hansjörg Lang, der seit mittlerweile 16 Jahren den Weinberg am Grenzacher Hornfelsen mit seinem Sohn Michael sehr erfolgreich bewirtschaftet. An die Enttäuschung erinnert er sich beim Rundgang durch die Reben nur zu gut: der Frost und die Wetterkapriolen, die den Wein Jahrgang 2017 zu einem "Ausfallposten" werden ließen. Dieses Jahr aber ist alles anders, die Bedingungen sind ideal, und lassen den Traubenansatz auf hervorragende Weise gedeihen.

Natürlich spielt auch die lang anhaltende Trockenheit eine Rolle. Durch die Möglichkeit, den Grenzacher Weinberg mittels Tröpfchen-Bewässerung mit dem kühlen Nass zu versorgen, kann jedoch auch dieses Problem gelöst werden. Lang sagt, dass er bei seinen Kontrollgängen in den Rebhängen sehr schnell feststellen kann, welcher Rebstrang mehr oder weniger Wasser benötigt. Auf diese Weise könne er schnell mit Hilfe der Technik entgegenwirken. Im Übrigen würden die Spätburgunder-Rebstöcke gerade im südlichen Bereich des Hornfelsens nach wie vor die Möglichkeit haben, Wasser aus den tieferen Erdschichten zur Versorgung heranzuziehen. Dies könne man auch daran erkennen, dass die Reben nach wie vor einen gesunden Neuzuwachs bilden würden.

Lang geht daher von einer etwa zwei Wochen früheren Weinlese als gewohnt aus. Mit der Ernte der Cabernet-Carol-Trauben, die auf etwa 50 Ar wachsen, rechnet der Winzer aus Wintersweiler daher Ende August.

Anfang bis Mitte September sollen dann auf der übrigen Rebfläche, die rund 140 Ar ausmacht, die Spätburgunder-Trauben gelesen werden. Das wichtigste Zeichen für den Winzer ist dabei die physiologische Reife der Trauben.

Lang vermutet, dass er in diesem Jahr bis zu 10000 Flaschen mit Hornfelsenwein abfüllen kann. Der Jahrgang 2018, der als Cuvée aus Cabernet-Carol-Trauben und Spätburgunder-Trauben ausgebaut wird, wird seiner Meinung nach auch in fünf bis acht Jahren noch sehr gut schmecken.

Den Ausbau übernimmt in Kürze die Winzergenossenschaft Efringen-Kirchen, wo der Grenzacher Hornfelsenwein die notwendige Veredelung erhält.