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05. Oktober 2009

"Wir sind gekommen, um zu bleiben"

CDU wählt den Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche mit großer Mehrheit zum Kreisvorsitzenden.

MAULBURG (tm). Ulrich Lusche ist neuer Kreisvorsitzender der CDU. Beim Kreisparteitag am Freitag in Maulburg wurde der Landtagsabgeordnete mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Christa Bernauer gewählt, die, wie länger angekündigt, nicht mehr kandidierte.

Lusche und weitere Redner dankten Christa Bernauer, die den Kreisverband mit seinen 1435 Mitgliedern in 29 Stadt- und Ortsverbänden sechs Jahre lang geführt hat. Vor sechs Jahren hatte die CDU im Kreis Lörrach weder im Bund noch im Land einen Abgeordneten. "Christa Bernauer und die Mitglieder im Kreis haben einige Jahre hart daran gearbeitet, dass sich das geändert hat", stellte Lusche fest und fügte hinzu: "Wir können jetzt feststellen: Wir sind wieder da!". Und mit einem Zitat der Popgruppe "Wir sind Helden" betonte er: "Wir sind gekommen, um zu bleiben!" Der Landtagsabgeordnete und neue Kreisvorsitzende kündigte auch an, dass die CDU auch künftig "ordentlich politisch" sein wolle.

Das betonte auch der frischgebackene Bundestagsabgeordnete Armin Schuster, der zu einem von drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt wurde. Thomas Schmidt und Heidi Malnati sind die weiteren Stellvertreter. "Das war ein echter Arbeitssieg. Das ist nicht nur auf die Schwäche unseres Gegners zurückzuführen", bilanzierte Schuster noch einmal den Einsatz im Wahlkampf. Im Kreisvorstand wolle er mitarbeiten, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren, meinte er. Schuster gab sich kämpferisch. "Ich möchte die Jung- und Erstwähler nicht den anderen überlassen", sagte er. Außerdem will er FDP-Wähler zurück zur CDU holen. "Insgesamt gibt es ein Riesenpotenzial für die CDU", meinte Schuster.

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"Für mich und den amtierenden Kreisvorstand ist dieser Wahlsieg der krönende Abschluss", kommentierte Christa Bernauer die Bundestagswahl. "Wir können ein bestelltes Feld übergeben", stellte sie fest. Auch in den Abteilungen der Partei sei alles in bester Ordnung, Sorgen mache ihr zurzeit nur die Junge Union, die im Kreis nicht mehr so aktiv sei. Vor einem Jahr habe sie als Ziele genannt, wieder einen Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis zu stellen, mit Andreas Schwab weiter im Europaparlament vertreten zu sein, bei den Kommunalwahlen gut abzuschneiden und neue Mitglieder zu gewinnen. Wenn auch die letzten beiden nicht ganz erreicht wurden, habe man insgesamt bestens abgeschnitten, resümierte sie. Ihr Amt habe sie gerne ausgeübt, auch wenn es manchmal einen breiten Buckel brauchte, gehe sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Aber es ist besser zu gehen, wenn viele Leute noch sagen: Schade", meinte sie.

Nach ihrer Rede gab es heftigen Beifall und stehende Ovationen für Christa Bernauer. Dorothea Störr-Ritter, Landrätin im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, frühere Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Lörrach-Müllheim und Vorgängerin von Christa Bernauer als CDU-Kreisvorsitzende in Lörrach, nannte Bernauer eine "Schwarzwälderin mit Turboantrieb", die nie die Bodenhaftung verloren habe. Klaus Schüle aus Freiburg hob hervor, Christa Bernauer habe sich ohne selbst ein Amt anzustreben in den Dienst der CDU gestellt, und das mit Erfolg.

Wahlen: Vorsitzender: Ulrich Lusche, Lörrach. Stellvertreter: Armin Schuster, Weil; Thomas Schmidt, Zell; Heidi Malnati, Schopfheim. Schatzmeister: Michael Esser, Schopfheim. Schriftführer: Daniel Lorenzen, Zell. Presse/Medien: Jürgen Weyh, Schopfheim. Beisitzer: Doris Jaenisch, Lörrach; Markus Heubes, Mark Leimgruber, Diether Lützelschwab, Hans Peter Werner, alle Schopfheim; Marc Speck, Bad Bellingen; Ulrike Lerner, Kandern; Wolfgang Keller, Steinen; Dieter Wild, Ralf Oldenburg, beide Rheinfelden. Björn Tesche, Wolfgang Klein, beide Weil.

Autor: tm