"Wir sind stolz auf unser Personal"

Silke Hartenstein

Von Silke Hartenstein

Do, 21. September 2017

Schliengen

Das Bauunternehmen Zima-Bau in Liel gibt es seit nunmehr 120 Jahren / Bodo Zimmermann leitet die Firma in der vierten Generation.

SCHLIENGEN-LIEL. Seit 120 Jahren besteht das Bauunternehmen Zima-Bau in Liel. Seitdem wird die Firmenleitung vom Vater zum Sohn weitergegeben. In dieser langen Zeit haben sich Arbeitsweisen und Materialien kräftig verändert. Eines ist aber gleich geblieben. "Wir setzen auf Fachwissen und qualitätsbewusste Arbeit", stellt Bodo Zimmermann fest. Er leitet die Firma in der mittlerweile vierten Generation.

"Früher hen sie alles vo Hand g’macht", erzählt sein Vater Ralf Zimmermann. Der 79-jährige Seniorchef ist bis heute in der Firma aktiv. Als Johann Zimmermann im Jahr 1897 die Baufirma gründete, kamen die Steine noch vom Lieler Steinbruch "in der Kutz". Auch beim heutigen Bauhof der Firma wurden Kalksteine abgebaut. Und am vergangenen Samstag gaben die efeubewachsenen Steilwände des ehemaligen Steinbruchs eine stimmungsvolle Naturkulisse für die Firmenjubiläumsfeier mit einer großen Schar geladener Gäste ab. Urgroßvater Johann und Großvater Eugen behauten beispielsweise Steine für Bruchsteinmauern noch von Hand, erzählt Bodo Zimmermann: "Das war eine Arbeit für Maurer." Pferde- und Kuhfuhrwerke beförderten die Baumaterialien, es gab noch keinen Beton und Steine, Mörtel oder Dachziegel wurden mittels Schubkarre über Rampen in die oberen Stockwerke befördert.

Als Ein-Mann-Unternehmer fing Firmengründer Johann Zimmermann an, später unterstützten ihn sein Sohn Eugen und Tagelöhner aus dem Dorf. Von 1937 an leitete Eugen Zimmermann das Geschäft, und die Belegschaft wuchs an auf fünf Mann. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs schaffte das Unternehmen die ersten motorisierten Baufahrzeuge an, 1965 gehörte erstmals ein Hochbaukran zum Firmenfuhrpark. 1977 übernahm Maurer- und Betonbaumeister Ralf Zimmermann die Leitung von Zima-Bau, seit 2007 ist Maurer-, Beton- und Stahlbetonbaumeister Bodo Zimmermann Chef des Bauunternehmens.

Alle Firmenleiter absolvierten eine solide Ausbildung und bildeten selbst immer wieder junge Leute aus – der erste Azubi fing hier im Jahr 1907 an. Heute beschäftigt Zima-Bau 14 Mitarbeiter, darunter zwei Bürokräfte und fünf junge Leute, die zum Maurer ausgebildet werden – oder, wie Bodo Zimmermann scherzt: "zum monumentalkreativen Projektrealisierer". Für das gute Betriebsklima sprechen etliche langjährige Mitarbeiter, zwei von ihnen halten der Firma bereits seit Jahrzehnten die Treue. "Wir sind stolz auf unser sehr gutes, motiviertes Fachpersonal", sagt Zimmermann: "Und es ist uns sehr wichtig, dass wir sämtliche Hilfsmittel haben, die das Arbeiten erleichtern".

Zu den Hilfsmitteln gehört auch der moderne Fuhrpark mit vier Lkw und je zwei Mannschaftswagen, Baggern, Kränen, Teleskop- und Radladern. Erledigt wird bei Zima-Bau alles vom Großprojekt bis zur kleinen Hofeinfahrt. Von Buggingen bis Lörrach und bis zum oberen Kandertal sieht man immer wieder die blauen Firmenwagen mit dem rot-weißen Logo. Vom Rohbau bis zur Kernsanierung ist das Unternehmen im Umkreis von 20 Kilometern im Hoch- und Tiefbau engagiert, erledigt Beton- und Stahlbetonarbeiten, schafft neuen Wohnraum, saniert Altbauten, verwandelt Scheunen in Wohnraum, gestaltet Außenanlagen und verlegt Pflaster. "90 Prozent unserer Leistungen machen wir für Endkunden", stellt Bodo Zimmermann fest. Und auch die Kinder, die in Liel zur Schule gehen, tun dies seit langer Zeit in Gebäuden, die Zima-Bau errichtet hat: Unter Johann Zimmermanns Leitung wurde die alte Schule neben der Kirche errichtet, unter Ralf Zimmermanns Leitung die jetzige Schule nahe der Gemeindehalle. Jüngeren Datums sind zwei Gebäudeanlagen mit noch mehr Publikumsverkehr: Es sind die Tankstellen in Schliengen und Auggen.

Weitere Infos im Internet unter http://www.zima-bau.de