"Wir stimmen uns engmaschig ab, die Netzwerkarbeit funktioniert"

Leony Stabla

Von Leony Stabla

Mi, 06. Dezember 2017

Rheinfelden

BZ-INTERVIEW mit Daniela Kollényi, der Koordinatorin des Offenen Treffs, über die Organisation des Familienzentrums bis zur Neubesetzung der Leitung.

RHEINFELDEN. Der Advent hat begonnen und überall laufen die Weihnachtsvorbereitungen auf Hochtouren, auch im Familienzentrum. Da Ilona Fritz-Schild im Herbst die Leitung abgegeben hat und die Nachfolgerin erst im Januar antritt, organisieren sich die Mitarbeiter nun selbst. BZ-Mitarbeiterin Leony Stabla sprach mit Daniela Kollényi, Koordinatorin des Offenen Treffs, darüber, wie dies gelingt und welche Abstriche gemacht werden.

BZ: Wie schwierig ist es, wenn ausgerechnet auf Ende Jahr die Leitung wegfällt?

Kollényi: Um ehrlich zu sein, ist es bei uns sogar besser, dass es Ende des Jahres ist. Zwar hat es jeder zu dieser Zeit privat stressiger, und es ist schwierig, sich genau da mehr einzubringen, aber im Familienzentrum läuft dann einiges ruhiger. Es gibt weniger zu organisieren. Vieles, das wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern auf die Beine stellen, findet im Sommer statt. Dafür beginnen die Vorbereitungen erst im Frühjahr.

BZ: Was genau waren denn die Aufgaben von Ilona Fritz-Schild?

Kollényi: Sie war das Bindeglied zwischen Vorstand und Mitarbeitern, aber auch das Sprachrohr nach außen. Um Politik, Soziales und den Auftritt des Familienzentrums in der Öffentlichkeit hat sie sich gekümmert und Netzwerkarbeit betrieben. Nach Innen hat sie die Mitarbeiter fachlich geführt und immer ein offenes Ohr gehabt, wenn wir irgendwo auf Probleme gestoßen sind.

BZ: Und wer erledigt diese Aufgaben jetzt?

Kollényi: Wir haben sie kommissarisch unter uns aufgeteilt. Sowohl im Büro, im Minikindergarten, im Fachdienst Kindertagespflege, als auch im Second-Hand Laden und bei uns Koordinatorinnen, Agnes Deiß für den Familientreff in Grenzach-Wyhlen und ich für Rheinfelden, hat momentan jeder verstärkt ein Augenmerk auf seinen Bereich. Einmal pro Woche machen wir eine Team-Sitzung, um uns gegenseitig zu helfen und Lösungen für Probleme zu finden. Und auch mit dem Vorstand stimmen wir uns momentan sehr engmaschig ab. Die Vorstandsmitglieder sind auch sehr präsent und schauen immer wieder persönlich vorbei, so dass man Fragen im direkten Gespräch klären kann. Ein Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche funktioniert, ist der Quartiersplausch am kommenden Donnerstag.

BZ: Wieso ist das ein Beispiel?

Kollényi: Es zeigt, dass die intergenerative Netzwerkarbeit trotzdem funktioniert. Wir veranstalten den Quartiersplausch, um Anwohnern, Nachbarn und Freunden des Familienzentrums eine Plattform zu geben, sich kennenzulernen und anzufreunden. Für die Organisation haben alle Bereiche Hand in Hand gearbeitet. Nun hoffen wir auf eine positive Resonanz.

BZ: Gibt es auch Bereiche, die momentan zu kurz kommen?

Kollényi: Ja, leider, einen gibt es. Die Babysitterausbildung und -vermittlung liegt momentan auf Eis. Wir möchten diesen Bereich aber im neuen Jahr, wenn die neue Geschäftsleitung da ist, wiederaufleben lassen.

Zur Person: Daniela Kollényi ist 39 Jahre alt und seit 2009 im Familienzentrum. Zuerst rein ehrenamtlich mitgestaltend im Programmheft, später im Angestelltenverhältnis Anleiterin von Gruppenangeboten. Seit 2014 ist sie Koordinatorin des offenen Bereichs Familienzentrum.

Quartiersplausch findet am Donnerstag, 7. Dezember um 10 Uhr im Familienzentrum Elsa-Brändström-Straße 18, statt.