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09. Februar 2012
Die EZB will mit ins Boot
Beteiligung an Schuldenschnitt.
LONDON (dpa). Die Europäische Zentralbank (EZB) will sich nach Angaben des Wall Street Journals nun doch beim geplanten griechischen Schuldenschnitt beteiligen. Die EZB habe entscheidende Zugeständnisse gemacht.
Die EZB hatte 2010 damit begonnen, griechische Staatsanleihen aufzukaufen, um deren zunehmend verfallenden Kurs zu stützen. Dabei hatte sie weniger bezahlt als den eigentlichen Wert, den Nennwert. Damit ist die EZB zu einem der größten Einzelgläubiger Athens aufgestiegen. Eine Beteiligung öffentlicher Gläubiger an dem Schuldenschnitt wird diskutiert, weil sich die privaten Gläubiger wohl nicht wie erhofft an einer Reduzierung der griechischen Staatsschulden beteiligen. Die EZB soll bereit sein, die Griechen-Anleihen zu einem Kurs umzutauschen, der unter dem eigentlichen Wert der Anleihe liegt. Die EZB würde also nicht auf die volle Rückzahlung der Anleihe am Ende der Laufzeit bestehen.
Die EZB würde die Anleihen an den Rettungsfonds EFSF weiterreichen – und zwar zu einem Kurs, zu dem die Notenbank keinen Verlust verbuchen muss. Der EFSF würde die Anleihen an Athen dann zu einem günstigen Kurs zurückreichen. Der Schuldenerlass zugunsten Griechenlands wäre die Differenz zwischen Nennwert und Rückkaufkurs. EFSF-Vizechef Christophe Frankel sagte, dass der EFSF "wahrscheinlich eine bedeutende Rolle" beim Schuldenschnitt spielen werde.
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Autor: dpa
