Neue Arbeitsplätze

Firma Hüttinger baut in Freiburg 1900 Quadratmeter große Lagerhalle

Philipp Peters

Von Philipp Peters

Fr, 13. April 2018 um 15:29 Uhr

Wirtschaft

Der Trumpf-Konzern baut seinen Standort in Südbaden aus. Anfang Mai soll bei Trumpf-Hüttinger im Freiburger Gewerbegebiet Haid der Bau einer Lagerhalle beginnen.

Das neue Lager soll 1900 Quadratmeter groß werden. Der Generatorenhersteller Hüttinger hat bislang noch das wenige Meter entfernte Spectral-Gebäude gemietet. Das soll nach Fertigstellung des neuen Lagers im Oktober enden, so Hüttinger-Sprecherin Alexandra Blum.

Bauen wird die Halle der Kenzinger Industriebauspezialist Freyler. Eine Investitionssumme nennt Hüttinger nicht. Für den Standort ist der Ausbau eine gute Nachricht. Anfang 2016 hatte Hüttinger in Freiburg noch 50 Stellen abgebaut, nachdem es zuvor jahrelang rote Zahlen gegeben hatte.

Innerhalb kurzer Zeit kam dann die Wende – auch dank des damals neuen Geschäftsführers Stephan Mayer. "Er hat das Schiff wieder auf Kurs gebracht", sagt Betriebsratschef Stephan Spicker. "Aber natürlich gehört auch Glück dazu. Man hat uns vor der Krise immer gesagt: Die Aufträge werden schon kommen. Aber sie kamen nicht." Die Folge war ein Sozialplan. Als die Aufträge dann tatsächlich kamen, wuchs Hüttinger so stark, dass es zeitweise Probleme gab, alle offenen Stellen zu besetzen.

Aktuell sind am Standort 410 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 23 Auszubildende. "Die haben eine Übernahmegarantie", sagt Blum. Auf dem Tiefpunkt vor etwa einem Jahr waren es knapp 350 Beschäftigte. Seither sind in Freiburg 60 neue Stellen entstanden.

"Auch für die Zukunft sind wir optimistisch", sagt Spicker. "Aber natürlich ist uns klar, dass es in diesem Tempo nicht weitergehen wird." Durch das neue Lager gewinne man Platz, um die Produktion effizienter zu gestalten.

In Freiburg werden Generatoren produziert, die etwa zur Herstellung von Halbleitern, Solarzellen und Speichermedien benötigt werden. Geschäftsführer Mayer ist im Herbst vergangenen Jahres in die Trumpf-Zentrale nach Ditzingen gewechselt. Sein Nachfolger Till Küppers führt den Kurs laut Spicker aber fort. "Wir haben gute, offene Gespräche, und menschlich passt es auch", so der Betriebsratschef.

Der Standort wurde 1922 vom Elektroingenieur Fritz Hüttinger gegründet. Seit 1990 gehört das Werk zum schwäbischen Trumpf-Konzern. Der Umsatz in Freiburg betrug zuletzt 118 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein deutliches Wachstum erwartet.