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31. August 2015 00:00 Uhr

Zucker ist der neue Tabak

Grüne fordern Werbeverbot für ungesunde Kindernahrung

Die Grünen wollen Kinder vor ungesunden Lebensmitteln schützen und entsprechende Reklame verbieten. Weil die Branche ihre freiwillige Selbstverpflichtung kaum einhalte sollen Gesetze her.

  1. Die Grünen wollen gesunde Ernährung für Kinder – statt ungesunder Kinderlebensmittel. Foto: Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Renate Künast (Grüne) Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Verbraucherschutz forderte in der Welt am Sonntag, dass der Ernährungsminister gesetzliche Regeln treffen müsse.

Keine speziellen Lebensmittel für Kinder unter 12 Jahren

Die Industrie dürfte "endlich keine Lebensmittelwerbung mehr an Kinder unter zwölf Jahren richten, wenn die Produkte nicht den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation für ausgewogene Ernährung entsprechen". Das Verbot müsse sich am Werbeverbot für Zigaretten orientieren: "Zucker ist der neue Tabak", so Künast. Unterstützung erhielt sie vom SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Es sei jetzt Aufgabe der Politik, der Lebensmittelindustrie Grenzen zu setzen.

Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) wandte sich jedoch gegen neue Gesetze: "Verbote von Lebensmitteln oder Werbeverbote sind der falsche Weg, um einen gesunden Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Ich will den Teller und die Schultüte nicht mit Gesetzen vollpacken."

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Autor: afp