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afp

Von afp

Mi, 12. September 2018

Wirtschaft

ADAC ohne "Motorwelt" — Bundesweit Razzien — ZEW-Index steigt stark — Teure Salatgurken — Gegen harte Auflagen

AUTOCLUB

ADAC ohne "Motorwelt"

Die rund 20 Millionen ADAC-Mitglieder sollen die Vereinszeitschrift "Motorwelt" bald nicht mehr nach Hause geschickt bekommen. Das sagte Geschäftsführer Alexander Möller der Zeitschrift Wirtschaftswoche. Die Druck- und Versandkosten für die mehr als 13 Millionen Exemplare der "Motorwelt" seien durch Anzeigen nicht zu decken, so Möller. Ab 2020 sollen nur noch vier Zeitschriften im Jahr gedruckt werden, wie die Wirtschaftswoche weiter berichtete. Vereinsmitglieder können sie dann in den Geschäftsstellen oder Tankstellen kostenlos bekommen.

MINDESTLOHN

Bundesweit Razzien

Mit rund 6000 Fahndern hat der deutsche Zoll am Dienstag die erste bundesweite Mindestlohnkontrolle gestartet. "Bei Verstößen werden Bußgeld- oder Strafverfahren eingeleitet", sagte ein Zollsprecher in Berlin. Bei der Sonderprüfung werden Hunderte Unternehmen kontrolliert, Mitarbeiter nach ihrem Einkommen gefragt und dies mit den Gehaltsunterlagen der Firmen abgeglichen. Immer wieder stehen in Branchen wie dem Bau-, Fleisch-, Reinigungs- und Gastgewerbe Betriebe im Verdacht, dass der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde nicht gezahlt wird und Beschäftigte viel weniger Geld verdienen als ihnen zusteht. Die Kontrollen werden am Mittwoch fortgesetzt.

KONJUNKTUR

ZEW-Index steigt stark

Trotz der Währungskrisen in stark wachsenden Volkswirtschaften und enttäuschender Daten aus der Industrie hat sich die Stimmung unter deutschen Finanzexperten verbessert. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Konjunkturindikator ist überraschend stark gestiegen. Im Juli hatte die Sorge vor einem Handelskrieg führender Industriestaaten den ZEW-Konjunkturindikator noch auf den niedrigsten Wert seit August 2012 gedrückt.

FOLGE DER HITZE

Teure Salatgurken

Salatgurken sind in Deutschland so teuer wie schon lange nicht mehr. Der durchschnittliche Verbraucherpreis für deutsche Salatgurken hat laut Daten der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) in der vergangenen Woche bei 1,14 Euro je Stück gelegen. Gegenüber dem niedrigen Preisniveau des Vorjahreszeitraums sei die Salatgurke gut 130 Prozent teurer. Damals kostete sie im bundesweiten Durchschnitt nur 49 Cent. Die Begründung: Fast zeitgleich hätten etliche Erzeuger in mehreren Ländern ihre alten Pflanzen herausgenommen und neu gepflanzt, entsprechend falle das Angebot zunächst einmal geringer aus. Auch könnten die Pflanzen im Gewächshaus Stress etwa durch Hitze bekommen.

AUTOINDUSTRIE

Gegen harte Auflagen

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat die vom Umweltausschuss des EU-Parlaments geforderten Vorgaben für CO2-Emissionen von Neuwagen als "nicht umsetzbar" kritisiert. Die Vorstellung der Parlamentarier "geht an der technischen und wirtschaftlichen Realität vorbei", erklärte VDA-Präsident Bernhard Mattes am Dienstag. Der Umweltausschuss hatte am Montagabend für eine Senkung des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes aller Neuwagen bis 2030 um 45 Prozent gestimmt. Die Parlamentarier sprachen sich damit für eine Verschärfung der Pläne der EU-Kommission aus. Die Brüsseler Behörde hatte im November 2017 eine Reduktion von 30 Prozent vorgeschlagen.