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31. März 2014

Mit einem internationalen Team Industriegebäude planen

JOBMOTOR-SIEGERPORTRÄT (1): Carré-Chef Klaus Wehrle engagiert Architekten aus ganz Europa für seine Projekte .

  1. Hier wird ein neues Projekt geplant. Foto: Thomas Kunz

  2. Carré-Geschäftsführer Klaus Wehrle mit dem Jobmotor Foto: Thomas Kunz

BLEIBACH. Schon wieder Wehrle? Ja! Der Architekt aus dem Gutacher Ortsteil Bleibach im Elztal hat bereits vor einem Jahr den ersten Preis für die Schaffung von neun Arbeitsplätzen in der Kategorie von Unternehmen bis 19 Beschäftigten bekommen. Doch das war mit der Firma Regiowerk.

In diesem Jahr gewinnt Klaus Wehrle (50) mit der Planungsgesellschaft Carré wieder den Jobmotor-Preis. Völlig zu Recht, denn die Industriebausparte der Wehrle-Gruppe, die sich Architektur 3 nennt, ist ebenfalls um neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Regiowerk ist für Wohnungsbau, Carré für den gewerblichen Bau und die Werkgruppe 1 für die Entwicklung von Stadtplanungs- und Siedlungskonzepten zuständig. In der gesamten Gruppe arbeiten jetzt 37 Architekten, Bautechniker, Bauzeichner, Handwerker – wen man eben zum Planen und Bauen braucht.

Bei Carré sind vier der neueingestellten Architekten Frauen. Die Belegschaft ist zudem international, zwei neue Architektinnen kommen aus Italien und Frankreich, ein Kollege aus Spanien. "Eine Folge des Fachkräftemangels bei uns", konstatiert Wehrle, der sich auch künftig im Ausland umsehen will. "Wir zahlen den Bewerbern, die wir einladen, die Reisekosten, und wenn sie eingestellt werden, helfen wir ihnen bei der Wohnungssuche." Zum Teil kommen sie frisch von der Hochschule, zum Teil haben sie bereits einige berufliche Erfahrungen gesammelt.

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Wehrle hat einen externen Personalprofi angeheuert, um die Entwicklung seines multikulturellen Teams im Elztal voranzubringen. Dazu gehört nicht nur, was im engeren Sinn zur Arbeit zählt, die Verbesserung der Fach- und Sprachkenntnisse etwa; sondern auch die Förderung des Betriebsklimas mit einem aufwändigen Betriebsausflug ins Ausland. Und nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr gibt es einen Sonderbonus.

Klaus Wehrle wird auch dieses Jahr neue Mitarbeiter suchen, auf Internetplattformen und mit klassischen Anzeigen. Weil es mittlerweile richtig eng wird in den Planungsbüros in Bleibach, denkt der Architekt an einen Umzug in großzügigere Räume. Wann und wohin will er jetzt aber noch nicht verraten.

Das Geschäft im Industriebau läuft gut, es macht die Hälfte des Umsatzes der Gruppe von rund 80 Millionen Euro aus. Die Kunden von Carré sind mittelständische Exportweltmeister in Südbaden. Firmen wie Wasserkraft Volk in Gutach (Turbinen), AHP Merkle in Gottenheim (Hydraulikzylinder) oder Rheintacho in Freiburg (Mobilhydraulik), aber auch Handwerksbetriebe wie Kaisers Gute Backstube in Ehrenkirchen. Für sie plant und baut Wehrles Carré Fabrik- oder Verwaltungsgebäude. "Nachhaltig, in der Regel energieeffizient, das rentiert sich dann schon in wenigen Jahren", betont Wehrle. Kostengünstig, das kommt bei Unternehmen immer an.

"Den Kostenvorteil erreichen wir auch durch intelligentes Bauen", ist Klaus Wehrle überzeugt. Er ist leidenschaftlicher Verfechter des Bauteam-Gedankens. In diesem Konzept ist der Architekt der Dirigent und Koordinator des Bauens, der Handwerk und Baufirmen von Anfang an einbezieht und nicht vor vollendete Tatsachen stellt. "Wir können damit exakte Kostenplanung machen und preiswerter bauen", erklärt der Carré-Geschäftsführer.

Alle Siegerporträts und mehr zum Wettbewerb Jobmotor unter http://mehr.bz/jobmotor

Autor: Heinz Siebold