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09. Februar 2012
"Sensationelles Jahr" bei Syngenta
Kräftige Gewinnsteigerung.
BASEL. Die Geschäfte beim Basler Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta laufen bestens. Beflügelt durch die wachsende Nachfrage einer zunehmenden Weltbevölkerung und entsprechend hohen Nahrungsmittelpreisen steigerte das Unternehmen Umsatz und Reingewinn 2011 jeweils um 14 Prozent auf 13,3 beziehungsweise 1,6 Milliarden Dollar. "Wir hatten ein sensationelles Jahr", sagte Konzernchef Mick Mack am Mittwoch in Basel. In der Region Basel beschäftigt Syngenta rund 2200 Menschen.
Sparen und Wachsen: Unter dieser Devise bündelt der Konzern seit Anfang 2011 seine Geschäftsbereiche Pflanzenschutz (Umsatz 2011: 10,1 Milliarden Dollar) und Saatgut (Umsatz 2011: 3,2 Milliarden Dollar). Diese Strategie soll nicht nur schrittweise Kosten senken und von 2015 an jährlich 650 Millionen Dollar einsparen helfen (2011: 112 Millionen). Vielmehr strebt Syngenta Komplettlösungen aus einer Hand für eine komplexere Landwirtschaft an: vom Saatgut über den Pflanzenschutz bis hin zu Finanzierungshilfen für die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Strategie bewährt sich: In diesen aufstrebenden Märkten legte das Unternehmen 2011 um 18 Prozent zu und erwirtschaftet dort inzwischen fast 50 Prozent seines Umsatzes. Entsprechend seien diese Schwellenländer auch der Schwerpunkt künftiger Expansionen.
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Zwar spürte auch Syngenta die Auswirkungen des hohen Schweizer Frankens – rund 15 Prozent der Kosten fallen in der Schweiz an. Unter dem Strich bezifferte der Konzern diese negativen Währungseffekte mit 52 Millionen Dollar. Gründe die Schweiz zu verlassen, sieht Mack jedoch nicht. Im Gegenteil: Das Hauptquartier werde derzeit für 140 Millionen Franken zu einem klar erkennbaren Syngenta-Areal umgebaut. Auch das in den vergangenen Jahren für mehr als 70 Millionen Franken ausgebaute Forschungszentrum in Stein im Aargau sei gesetzt.
Dieses Jahr strebt der Konzern trotz der Abkühlung der Weltwirtschaft ein weiteres Umsatzwachstum an – gegebenenfalls auch durch Zukäufe im vergleichsweise kleinen Saatgutgeschäft. Die Kassen seien gut gefüllt, sagte Finanzchef John Ramsay. Auf der anderen Seite setzt Syngenta auch auf Innovationen, insbesondere was Energiepflanzen angeht. Noch sei das für Syngenta zwar nur ein kleiner Bereich. In drei, vier Jahrzehnten aber seien die erneuerbaren Treibstoffe eine Schlüsseltechnologie, ist sich die Konzernführung sicher.
Autor: Michael Baas
