Versicherungsmakler

Südvers in Au wächst weiter

Barbara Schmidt

Von Barbara Schmidt

Do, 17. Mai 2018 um 20:18 Uhr

Wirtschaft

Der Versicherungsmakler Südvers in Au hat mittlerweile 16 Standorte in Deutschland und Österreich mit 415 Mitarbeitern. Und das Wachstum soll weitergehen.

Das Prämienvolumen betrug im vergangenen Jahr 340 Millionen Euro (2016 waren es 320 Millionen Euro). Die Mitarbeiterzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 auf 415. "In den letzten zehn Jahren sind wir im Schnitt jährlich um neun Prozent gewachsen. Dieses Wachstum ist auch unser Ziel für die nächsten Jahre", sagte Unternehmenschef Florian Karle in einem Pressegespräch am Donnerstag.

Südvers betreut ausschließlich Firmenkunden und hat Standorte in Deutschland und Österreich. Größter Wachstumstreiber war laut Karle das 1987 von Südvers mitbegründete Worldwide Broker Network: Über das Netzwerk mit 108 unabhängigen Makler- und Beratungsfirmen in 101 Ländern kann Südvers seine Kunden auch weltweit betreuen.

Viele große Konzerne, aber auch Mittelständler gehören dazu. Karle erwägt, das Geschäft noch breiter aufzustellen, indem Betriebe mit weniger als zehn Millionen Euro Umsatz in den Kundenkreis aufgenommen werden. Bislang nur eine Vision ist es, auch Privatkunden zu betreuen. "Dafür fehlt uns schlicht die Manpower", so Karle. Die Digitalisierung könnte jedoch neue Möglichkeiten eröffnen, wie Timo Hertweck, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, andeutete.

Alte Lebensversicherungen nicht in Panik kündigen

Südvers versteht sich als Dienstleister, der Firmen in Versicherungsfragen nicht nur berät, sondern auch die Verträge mit den Versicherern aushandelt und sich im Schadensfall um die Regulierung kümmert. Der Kunde zahlt seinen Versicherungsbeitrag an Südvers, die dafür eine Provision einbehält oder sich vom Kunden ein Honorar zahlen lässt.

Ein wachsendes Feld ist die Absicherung gegen Cyberkriminalität. Und bei der Betriebsrente spielt dem Makler der Fachkräftemangel in die Karten, weil Betriebe Extras anbieten müssen, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Die Zweifel, ob die in alten Verträgen garantierte Rendite in der Niedrigzinsphase Bestand hat, teilen die Experten nicht. Klassische Altverträge seien gut abgesichert und sollten nicht in Panik gekündigt werden, riet Felix Hänsler, Niederlassungsleiter der Südvers Vorsorge GmbH. Bei betrieblichen Pensionskassen müsse notfalls der Arbeitgeber die Beiträge aufstocken.