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19. Februar 2010

Badenova hält die Gaspreise stabil

Ein neues Preissystem soll den Verbrauchern mehr Durchblick verschaffen .

FREIBURG. Der südbadische Energieversorger Badenova hält die Erdgaspreise auch nach der Heizperiode stabil. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Badenova hatte die Preise 2009 zweimal gesenkt, einmal um zwölf und ein weiteres Mal um 20 Prozent.

Zum 1. April führt Badenova ein neues Erdgas-Preissystem ein. Aus 14 Tarifvarianten würden sieben, heißt es in einer Mitteilung. Zugleich gibt es zukünftig drei statt zwei Verbrauchsklassen. Das neue System sei übersichtlicher und lichte den "stetig gewachsenen Tarifdschungel", heißt es zur Begründung. Außerdem könnten Kunden bei Bedarf schneller in andere Tarife wechseln, weil die Vertragslaufzeiten kürzer seien.

Die Kunden würden in den kommenden Tagen angeschrieben, sagte Badenova-Sprecher Roland Weis. Wer auf das Schreiben nicht reagiere, werde in die Grundversorgung eingeordnet, ohne preisliche Nachteile zu haben. Wer eines der Vario-Angebote wähle, habe aber in der Tendenz die Möglichkeit, sich preisgünstiger mit Erdgas zu versorgen, sagte Weis. Schlechter davon kommen nach seiner Darstellung nur ganz wenige Kunden, die große Heizungen haben, aber nur wenig Gas verbrauchen. Als Beispiel nannte Weis den Schnapsbrenner, der an wenigen Tagen im Jahr eine sehr starke Heizung laufen lässt. Diesen Kunden werde Badenova eine individuelle Beratung anbieten, wie sie ihre Heizkosten senken könnten, versprach Weis.

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Im Prinzip gibt es vom April an bei Badenova für Erdgas die Grundversorgung Basis und den Sondertarif Vario. In beiden Tarifgruppen werden Verbraucher nach ihrem Verbrauch eingeordnet. Dabei wird in der Grundversorgung Basis unterschieden zwischen einem Verbrauch bis 6000 Kilowattstunden (6,93 Cent pro Kwh einschließlich Mehrwertsteuer), von 6000 bis 18 000 Kilowattstunden (5,39 Cent pro Kwh), von 18 000 bis 90 000 Kilowattstunden (5,27 Cent pro kwh) und über 90 000 Kilowattstunden (4,91 Cent pro Kwh).

Bei der Sondertarifgruppe Vario, die nur Kunden wählen können, die mehr als 18 000 Kilowattstunden verbrauch en, gibt es drei Katagorien: von 18 000 bis 50 000 Kilowattstunden (5,30 Cent pro kwh), von 50 000 bis 300 000 Kilowattstunden (5,25 Cent pro Kwh) und über 300 000 Kilowattstunden (5,14 Cent pro kwh). Bei Vario laufen die Verträge sechs Monate lang, dann können sie gekündigt werden.

Sowohl in der Grundversorgung wie bei Vario wird es in Zukunft die sogenannte Bestabrechnung geben. Wenn eine Kundin sich beispielsweise in die Gruppe bis 18 000 Kilowattstunden Verbrauch einordnet, tatsächlich aber 20 000 Kilowattstunden verbraucht, werde in Zukunft automatisch der günstigere Tarif berechnet, sagte Badenova-Sprecher Roland Weis.

Im Sondertarif Vario gibt es überdies die Möglichkeit Erdgas mit zehn Prozent Biogasanteil zu wählen, sich komplett mit Biogas versorgen zu lassen oder online einen preisgünstigeren Tarif zu wählen. Diese Möglichkeit haben Kunden der Grundversorgung nicht.

Die Kunden, die in der Vergangenheit einen Festpreis für ein oder zwei Jahre vereinbart hatten – diese Verträge laufen im Herbst aus – , sind von den Veränderungen einstweilen nicht berührt. Auch die Verbraucher, die im Internet den Tarif Medi oder Maxi Klick 12 gewählt haben, sind von der neuen Preisstruktur nicht betroffen. Ihr Verträge liefen unbegrenzt weiter, sagte Weis. Bei Preisänderungen hat diese Kundengruppe ein Sonderkündigungsrecht. Diese Tarife würden aber nicht mehr angeboten, sagte Weis.

Autor: Jörg Buteweg