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03. Januar 2012 00:01 Uhr
Chemieinustrie
Evonik trotzt dem Trend – neue Arbeitsplätze
Die Chemieindustrie auf der deutschen Seite des Hochrheins hat einen schweren Stand – da sticht die Jahresbilanz des größten Rheinfelder Unternehmens heraus: Evonik vermeldet einen Stellenzuwachs.
Evonik Industries, wie die frühere Degussa jetzt offiziell heißt, hat in Rheinfelden eines ihrer erfolgreichsten Jahre hinter sich, sagt Werksleiter Rainer Vierbaum. Die florierende Nachfrage nach den Produkten und Zwischenprodukten vom Hochrhein hat auch die Zahl der Beschäftigten erstmals wieder deutlich wachsen lassen: Sie stieg binnen eines Jahres um 30 auf 1155.
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Bei den Neueinstellungen hat Evonik von dem drastischen Stellenabbau bei der Grenzacher BASF profitiert, "wir haben einige Mitarbeiter übernommen", sagt der Werksleiter, der dabei auch auf die Altersstruktur der Belegschaft achtet: "Wir können nicht nur Junge einstellen", deshalb seien "erfahrene Leute im mittleren Alter" von BASF gekommen. Der Altersdurchschnitt des Evonik-Stamms liegt bei weit über 40 Jahren.
Eine besondere Verpflichtung sieht Rainer Vierbaum im Bereich Sicherheit/Umwelt, wo das Niveau trotz der hohen Auslastung der Anlagen "sehr hoch" sei. Ein einziger meldepflichtiger Unfall habe es im Jahr 2011 gegeben – kurz vor Weihnachten, sei ein Mitarbeiter im Schnee ausgerutscht. "Das größte Risiko für Unfälle ist immer die eine Sekunde Unaufmerksamkeit", weiß der Werksleiter und will innerhalb der Belegschaft dafür das Bewusstsein schärfen: "Die Kollegenmüssen sich gegenseitig animieren, aufzupassen".
Den Blick nach vorne gerichtet ist Vierbaum absolut zuversichtlich. Evonik werde in Rheinfelden weiter investieren, weitere Produktionsanlagen werden dazu gekommen, wenn auch nicht so große wie die Solarsiliziumproduktion. Er geht mittlerweile ins siebte Jahr als Verantwortlicher für Rheinfelden und er fühlt sich hier wohl: Die Stadt entwickle sich gut, meint er, durch die Autobahn und großzügige Kreisverkehre sei gerade die Industrie besser angebunden, auch wenn der Weiterbau der A98 nach Osten nicht vorwärtsgeht.
- Kommentar: Der Prozess ist unumkehrbar
- Hintergrund: Hat die Chemieindustrie am Hochrhein eine Zukunft?
Autor: Ralf Staub
