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19. Februar 2010
Pharmafirma Actelion wächst weiter
Dank Lungenhochdruck-Mittel.
ALLSCHWIL/FREIBURG. Der Pharmaproduzent Actelion hat 2009 sein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erheblich gesteigert. Wie das in Allschwil (Kanton Basel-Land) beheimatete Unternehmen mitteilte, legte das Ebit um 19 Prozent auf 568 Millionen Franken (387 Millionen Euro) zu. Der Umsatz wuchs um 20 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken.
Wichtigste Umsatzstütze war erneut Tracleer. Mit diesem Medikament erlösten die Schweizer 1,5 Milliarden Franken (2008: 1,29 Milliarden Franken). Tracleer enthält einen Wirkstoff, der die Verengung von Blutgefäßen hemmt. Forscher des Pharmariesen Roche entwickelten ihn Anfang der 90-er Jahre. Bei Roche bestand allerdings kein Interesse an dem Wirkstoff, da er vor allem für Patienten mit Lungenhochdruck gedacht war – einer relativ seltenen Krankheit. Das Forscherteam machte sich daraufhin selbstständig und gründete Actelion. Roche blieb aber am Tracleer-Umsatz beteiligt.
Jean-Paul Clozel, Vorstandschef des Unternehmens, zeigte sich mit dem vergangenen Jahr zufrieden: "Trotz intensiver gewordenen Wettbewerbs haben wir es geschafft, unsere Umsätze zu steigern." Er verwies auch auf die gut gefüllte Forschungspipeline: Fünf neue Wirkstoffe befänden sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium.
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Das gute Ergebnis schlug sich auch in neuen Arbeitsplätzen nieder. Weltweit beschäftige Actelion 2263 Mitarbeiter, 310 mehr als 2008. 984 davon arbeiten in der Schweiz, 26 (plus sechs) in Freiburg. Vom Breisgau aus leitet Geschäftsführer Michael Danzl das Deutschland-Geschäft.
Autor: Bernd Kramer
