Abteilung Attacke

Werner Hornig

Von Werner Hornig

Mi, 08. August 2018

Bezirksliga Hochrhein

Fußball-Bezirksligist FC Wittlingen nimmt mit namhaften Verstärkungen Anlauf zur Landesliga.

FUSSBALL. Es hat sich einiges getan beim FC Wittlingen, der Bezirksligist verpflichtete namhafte Neuzugänge. Die Verantwortlichen haben eine klare Zielsetzung – und gehen mit Selbstbewusstsein in die neue Saison.

Zurückhaltung sieht anders aus, Selbstvertrauen und forsche Töne sind angesagt. Zumindest aus den Mündern der beiden Hauptverantwortlichen, Trainer Tiziano Di Domenico und Sportchef Kevin Pabst. "Wir wollen um den Aufstieg mitspielen. Da brauchen wir nicht um den heißen Brei reden", sagt Di Domenico, der sich zum Auftakt seiner dritten Saison beim FCW ausgeruht und mit vollem Tatendrang aus seinem Urlaub zurückgemeldet hat.

Die finale Vorbereitungsphase leiteten der bisherige Co-Trainer Antonio Ratto (nun Teammanager) und Neuzugang Imad Kassem-Saad. "Imad wird mein spielender Co-Trainer. Er wird im Training für das Aufwärmprogramm und die Athletik sorgen", erklärt Di Domenico. "Das wird mich entlasten, und ich kann mich auf andere Dinge konzentrieren." Auf dem Feld soll der 32-jährige Libanese, bis 2016 beim SV Weil und zuletzt in der Schweiz bei Concordia Basel aktiv, die Fäden im Mittelfeld ziehen. Hier hatte der FCW durch den Rückzug von Florian Herr und Manuel Meier Nachholbedarf.

"Wir konnten unsere Abgänge hervorragend kompensieren. Mit Witalij Arsentjew, Eugen Eckermann, Arian und Colin Palatini haben wir unseren Kader deutlich verbreitert und auch verstärkt", sagt Pabst. "Das hat uns in der vergangenen Saison gefehlt. Deshalb ist uns zum Ende auch die Puste etwas ausgegangen." Der große Kader (Di Domenico: "Jede Position ist doppelt besetzt") birgt aber auch Gefahrenpotenzial, doch "wir brauchen alle", betont Di Domenico. Auch weil sich die Ansprüche ändern, möglicherweise von Spiel zu Spiel. Je nach Gegner und Situation können andere Qualitäten, ein komplett anderes Anforderungsprofil gefragt sein. "Es liegt an jedem Spieler, uns davon zu überzeugen, dass wir seine Qualität brauchen", sagt der Coach. Das klingt nach Rotation, muss aber nicht zwingend dazu führen.

Mit ihrer Infrastruktur brauchen sich die Wittlinger nicht zu verstecken. Mit dem nun top hergerichteten Rasenplatz und dem Kunstrasen könne man es durchaus mit der Landesliga aufnehmen. Jetzt liegt es nur noch an den Spielern.