Am Samstag werden Wildschweine gejagt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 11. Januar 2019

Wittlingen

Vorbeugung gegen Afrikanische Schweinepest im Röttlerwald / Autofahrer sollen vorsichtig sein.

RÜMMINGEN/WITTLINGEN (BZ). Am Samstag, 12. Januar, veranstalten die Forstverwaltung sowie die Jagdreviere Rümmingen, Wittlingen und Haagen eine gemeinsame Jagd. Gejagt wird im Waldgebiet zwischen der "Lucke" und der Gasleitungstrasse am Hauingerweg von 9 bis 11.30 Uhr. Die Veranstalter bitten darum, diesen Bereich am Samstagvormittag möglichst zu meiden.

Aus Sicherheitsgründen gilt während der Jagd auf der Kreisstraße zwischen Haagen und Wittlingen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Stundenkilometern. Die Jagd wird als weitere Vorbeugungsmaßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) durchgeführt. Bei der Jagd sollen vor allem Wildschweine weiter reduziert werden.

"Durch eine geringe Wildschwein-Population lässt sich das ASP-Befallsrisiko und die Weiterverbreitung der Tierseuche wirksam herabsetzen", wird Thomas Unke, Leiter des Fachbereichs Waldwirtschaft im Landratsamt, in einer Mitteilung des Landratsamts zitiert. Die Bemühungen der Jäger, die Wildschweine zu reduzieren, seien in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich gewesen. "Nun geht es darum, zur Vorbeugung gegen die ASP den Bestand an Wildschweinen nicht wieder anwachsen zu lassen, sondern möglichst noch weiter abzusenken", so Unke weiter.

Auf der Kreisstraße gilt während der Jagd Tempo 50

Das Landratsamt und die Veranstalter bitten um Verständnis für die teilweise gesperrten Waldwege und die herabgesetzte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer auf der Kreisstraße. Sie appellieren an die Bevölkerung, diese Sicherheitsmaßnahmen zu beachten.

Zum Hintergrund: Der ASP-Virus ist für Menschen völlig ungefährlich. Die Schweinepest grassierte zunächst nur in Osteuropa. Vor Kurzem ist sie aber auch in Belgien ausgebrochen. Eine derart sprunghafte Verbreitung über große Distanzen hinweg ist dem Landratsamt zufolge möglich, weil der ASP-Virus sehr langlebig ist. Dieser könne sich auch in rohen Schweinefleischprodukten wie Salami, Mettwurst, Speck oder Schinken befinden. Würden Reste davon im Freien weggeworfen, sei die Gefahr groß, dass Wildschweine diese Abfälle fressen und sich auf diese Weise infizierten. Deshalb sollten solche Schweinefleischprodukte auf gar keinen Fall in der Landschaft entsorgt werden, schreibt das Landratsamt.

Einen Impfstoff gegen die ASP gibt es nicht. Bei einem Ausbruch muss die Veterinärbehörde weitreichende Maßnahmen und Beschränkungen für einen großräumig abzugrenzenden Bereich anordnen. Der mögliche wirtschaftliche Schaden für Deutschland durch die ASP wird dem Landratsamt zufolge auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.