Vorsorge

Wittlinger ordern Sandsäcke für ein mögliches Hochwasser

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Sa, 21. Juli 2018 um 16:12 Uhr

Wittlingen

In Wittlingen hat die Nachfrage nach Sandsäcken alle Erwartungen gesprengt. Hatte sich zunächst kaum jemand für das Angebot der Gemeinde interessiert, löste ein BZ-Artikel eine regelrechte Lawine aus.

Die Bestellungen kamen nicht nur aus Wittlingen, sondern so mancher Bürger, zwischen Schopfheim und Kandern, der den Bericht gelesen hatte, dachte, dass das Angebot auch für ihn gelte. "Ich habe den Anrufbeantworter nur noch rot blinken sehen", berichtete Herr amüsiert, der sich trotz des unerwarteten Aufwandes bei der Presse bedankte, denn erst durch den Artikel habe die Sandsack-Bestellung an Fahrt gewonnen.

Sage und schreibe 800 Säcke wurden geordert, wie Feuerwehrmann und Gemeinderat Knut Nabbefeld mitteilte. "Die Feuerwehrmannen und Bürger bekamen also ordentlich was zu wuchten, denn es war auch angekündigt worden, dass die Feuerwehrleute die Säcke bis vor die Haustür liefert", kommentierte der Rathauschef.

Hilfe zur Selbsthilfe bei Starkregenfällen und Überschwemmungen

Die Gemeinde Schallbach schloss sich der Bestellung an. Nach Schallbach waren nach den Unwettern Anfang Juni die Sandsäcke, die die Wittlinger Wehr für solche Ereignisse als Schutzmaßnahme gehortet hatte, als erste Hilfe überstellt worden. Die Wittlinger Feuerwehr deckte sich bei der Neubestellung nun selbstverständlich erneut mit Sandsäcken ein, dazu meldeten 80 Bürgerinnen und Bürger einen Bedarf an – 342 Sandsäcke wurden dabei allein in Wittlingen abgesetzt. 250 Sandsäcke landeten im benachbarten Schallbach.

"Und für die Nachbarn in Rümmingen haben wir auch noch 100 Sandsäcke bestellt", fasste Herr die wichtigsten großen Bestellmengen zusammen. Angefangen hatte übrigens alles mit der Idee, Wittlinger Bürgern eine erste Hilfe zur Selbsthilfe bei Starkregenfällen und Überschwemmungen für ihre Häuser zu bieten. Sandsäcke sind dabei sehr effektiv, was das Abdichten von Türen und Kellereingängen angeht. "Jetzt dürfte das halbe Dorf ordentlich ausgestattet sein", war Nabbefeld zufrieden.