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28. April 2011

Das Trachtenpärchen grüßt wieder

Mit vereinten Kräften ist es gelungen, die hölzernen Wittnauer Ortsschilder zu ersetzen.

  1. Alle an der Aktion Beteiligten kamen zur Aufstellung der Schilder und freuten sich über das gelungene Projekt. Foto: privat

WITTNAU. Schmerzlich vermisst wurden die zwei geschnitzten Ortsschilder, die Wittnaus Besucher jeweils an den Ortseingängen seit 1986 begrüßten und deren Reste vor zwei Jahren entfernt werden mussten. Nun sind sie wieder da. Mit vereinten Kräften ist es Gemeinde, Sponsoren und handwerklich begabten Bürgern gelungen, genaue Kopien herzustellen.

Nachdem immer häufiger der Wunsch laut geworden war, die beiden schmucken Schilder an der L 122 – jeweils rechts an den Ortseingängen – zu ersetzen, machten sich Verkehrs- und Trachtenverein und Gemeinde an die Arbeit. Die alten Schilder waren den Weg alles Irdischen gegangen: Wind und Wetter ausgesetzt, hatten nicht nur die Farben gelitten, sondern war auch das Holz verrottet.

Für die Chronik der Gemeinde hat Elfi Harter-Bachmann festgehalten, welche Schritte der Verkehrs- und Trachtenverein für den Ersatz unternahm – angesichts der begrenzten finanziellen Mittel keine leichte Aufgabe. Angebote wurden eingeholt und Möglichkeiten abgewogen, die Kosten mittels Eigenarbeit niedrig zu halten und trotzdem zu einem Ergebnis zu kommen, das dem Vorbild gerecht wurde. Als Material stand von Anfang an die robuste Eiche fest. Planung und Koordination der Arbeiten sowie die Fertigung der Rohform übernahm Schreinermeister Richard Hermann, stellvertretender Vorsitzender des Verkehrs- und Trachtenvereins, die Ausarbeitung Steffen Liebetrau, Bildhauer und von Kindesbeinen an in Wittnau ansässig und daher mit dem Ort verwachsen. Er hielt sich eng an das Vorbild und investierte für die Schilder mehr als 100 Arbeitsstunden.

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Als Sponsoren griffen ihm dabei drei Gaststätten, eine Pension, der Verein Wittnauer Leben, die Familie Rainer Demus und die Gemeinde unter die Arme. Die farbliche Gestaltung besorgte schließlich – und das ehrenamtlich – Monika Hermann. Nun erstrahlen sie wieder in alter Pracht, das reizende Trachtenpaar und die Botschaft, dass Wittnau eine geglückte Kombination aus "Landschaft, Reben und Gastlichkeit" sei und sich "Erholungsort" nennen darf. In einer kleinen Feierstunde versammelten sich bei der Aufstellung die an diesem Gemeinschaftswerk Beteiligten, darunter Bürgermeister Enrico Penthin und sein Vorgänger Erich Birkle, der Bildhauer Steffen Liebetrau, die Vertreter des Verkehrs- und Trachtenvereins Ernst Lutz und Richard Hermann, einige Sponsoren und für "Wittnauer Leben" Hermann Eichelmann und Udo Deimling.

Autor: Anne Freyer