Mehr Einnahmen erhöhen die Zuführung

Nikola Vogt

Von Nikola Vogt

Di, 24. Juli 2018

Wittnau

Wittnauer Gemeinderat billigt Jahresrechnung für 2017 / Relativ hoher Wasserverbrauch im Ort.

WITTNAU. Wie hat Wittnau 2017 gewirtschaftet? Diese Frage war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. In dieser billigte das Gremium einstimmig die von Rechnungsamtsleiterin Doris Ebner vorgestellte Jahresrechnung 2017, es hakte aber an der einen oder anderen Stelle auch noch einmal nach.

Das Volumen des Gesamthaushaltes lag bei rund 4,7 Millionen Euro. Knapp 4,4 Millionen Euro davon entfielen auf den Verwaltungshaushalt, also die Einnahmen und Ausgaben aus dem laufenden Betrieb. Sie wurden um knapp 289 000 Euro überschritten. Denn die über- und außerplanmäßigen Ausgaben betrugen knapp 571 000 Euro, ihnen standen Einsparungen von knapp 282 000 Euro gegenüber. Der größte Batzen bei den Mehrausgaben entfiel mit knapp 313 000 Euro auf die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt. Mit dieser wird der Vermögenshaushalt ausgeglichen. Der Haushaltsplan hatte eine Zuführungsrate von knapp 47 000 Euro vorgesehen. Tatsächlich lag sie jedoch bei fast 360 000 Euro. Sie kam unter anderem durch höhere FAG-Schlüsselzuweisungen und höhere Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen zustande. Außerdem wurden auf der Ausgabenseite Ansätze des Verwaltungshaushalts nicht vollständig ausgeschöpft.

Im Vermögenshaushalt, also den Investitionen der Gemeinde und deren Finanzierung, war mit knapp 275 000 Euro geplant worden, im Ergebnis waren es dann fast 417 000 Euro. Die über- und außerplanmäßigen Ausgaben betrugen rund 202 000 Euro, ihnen standen Einsparungen von etwa 60 000 Euro gegenüber. Größere Posten bei den Mehrausgaben waren mit rund 153 000 Euro die Zuführung an die Rücklage und mit knapp 24 000 Euro die Anschlusskosten für die Container auf dem Kleinspielfeld.

Die Rücklagen der Gemeinde Wittnau beliefen sich Ende 2017 auf gut eine Million Euro (1 016 000 Euro), so dass die Kurve, wie Bürgermeister Enrico Penthin sagte, in die richtige Richtung gehe. Der Schuldenstand lag bei etwa 262 000 Euro, was der Bürgermeister als "kontinuierliche Schuldentilgung" kommentierte.

Ratsmitglied Jürgen Gutgsell (FBV) erkundigte sich, ob die 40 000 Euro Mehrausgaben in puncto Wasserversorgung mit Rohrbrüchen zusammenhingen. Bürgermeister Penthin bejahte, dass es Rohrbrüche gegeben habe. Er sagte aber auch, dass die Wittnauer im Vergleich zum Bundesdurchschnitt einen hohen Wasserverbrauch hätten. "Da liegen wir beim Pro-Kopf-Verbrauch 70 bis 80 Liter über dem Durchschnitt", so Penthin. Der Grund sei, dass es viele private Swimmingpools in Wittnau gebe.