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29. November 2011

Mit Hexe Wabsi durch den Wald

Die Leitfigur für den Naturerlebnispfad hat ihren Namen / Leon Riesterer und Max Buschle gewinnen den Wettbewerb.

  1. Der fünfjährige Leon Riesterer aus Bollschweil hat mit seinem Vorschlag den Namenswettbewerb gewonnen. Ihm gratulierten (von links) Doris Fürstos, Albert Holland, Hans Weiser, Konrad Ronecker, Josef Vorgrimler, Söldens Bürgermeister Markus Rees, Leons Mutter Silke Wacker, Aus Bürgermeister Jörg Kindel, Bürgermeister Josef Schweizer aus Bollschweil, Emil Fiand, Förster Johannes Wiesler und Gabriele Bastian. Foto: Tanja Bury

  2. Wabsi – die kleine Hexe Foto: Grafikwerk Freiburg

SÖLDEN/BOLLSCHWEIL/AU/WITTNAU. Unter dem brauen Schlapphut und den Strubbelhaaren gucken – hinter der großen runden Brille – zwei neugierige Augen hervor. Dazu kommen ein freches Lächeln, Sommersprossen, ein grünes Kleid und ein langer Holzstab. Das ist Wabsi, die Leitfigur für den neuen Naturerlebnispfad im Hexental. In einem Wettbewerb wurde der Name für die kleine Hexe gesucht. Jetzt wurde Name und Gewinner bekanntgegeben.

Im Frühjahr 2010 wurde bereits ein Vogellehrpfad zwischen Merzhausen und Au eingeweiht, jetzt erfülle sich mit dem Naturerlebnispfad von Au nach Bollschweil ein weiterer Traum, freut sich Konrad Ronecker, einer der Hauptinitiatoren des Projekts und engagiertes Mitglied im Ökumenekreis Bewahrung der Schöpfung Hexental. Beteiligt sind an der Errichtung des Wegs außer dem Ökumenekreis verschiedene Initiativen aus dem Hexental, wie etwa die Interessengruppe Lebendiges Sölden, die Freiburger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins und die Gemeinden Au, Wittnau, Sölden und Bollschweil. Der rund acht Kilometer lange Pfad verläuft auf einem ausgeschilderten Wanderweg des Schwarzwaldvereins und führt von Au über die Stöckenhöfe, vorbei am Schützenhaus in Biezighofen, auf den Saalenberg bei Sölden und von dort erst in Richtung St. Ulrich und dann weiter nach Bollschweil.

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In drei Themenbereiche ist der Weg unterteil: Zwischen Bollschweil und St. Ulrich stehen die Vögel im Vordergrund. So wurde im vergangenen Frühjahr auf der Bollschweiler "Schlossmatte" ein Storchennest errichtet, zu dem der Pfad hinführt. Rund um Sölden geht es um Kultur und Natur. Auf dem Saalenberg wird in Absprache mit dem Landratsamt eine Panoramatafel aufgestellt. "Von dort hat man so einen herrlichen Blick bis ins Elsass – da gehört einfach so eine Tafel hin", sagt Konrad Ronecker. Um das Leben in und am Wald geht es auf dem Abschnitt bei Wittnau. Aufklappbare Holztafeln entlang des gesamten Wegs – bislang wurden schon 30 gestaltet – werden Kindern und Erwachsenen das komplexe Ökosystem in Wald und Flur näherbringen. Außerdem werden ein Baumtelefon, eine Tierweitsprunganlage, verschiedene Nistkästen und Holzskulpturen aufgebaut. "Es gibt auch einen Fuchsbau und einen Ameisenhaufen zu sehen", sagt Johannes Wiesler, der zuständige Förster. Höhepunkt des Wegs aber wird ein Waldklassenzimmer sein, das beim Schützenhaus in Biezighofen eingerichtet wird: Hier kann ein ganz anderer Naturkundeunterricht stattfinden, können Kinder direkt vor Ort mehr über Pflanzen und Tiere erfahren.

Eröffnet werden soll der Weg im Sommer 2012. Die Beteiligten gehen von Kosten von 50 000 Euro aus. Beim Naturpark Südschwarzwald, zu dem Sölden, Wittnau und Bollschweil gehören, wurde ein Förderantrag gestellt: erfolgreich – denn die Hälfte der Kosten trägt nun der Naturpark. Die Gemeinden unterstützen das Projekt über den Einsatz ihrer Bauhöfe und die Gemeinde Sölden kümmert sich um die gesamte Abwicklung.

Deshalb wurde auch im Söldener Rathaus der Name der kleinen Hexe bekanntgegeben, die die Besucher des Naturerlebnispfad begleiten wird und unter anderem erklärt, warum das Hexental Hexental heißt und nichts mit Hexen zu tun hat. 51 Vorschläge wurden eingeschickt. Wabsi wird die Figur heißen: Der Namen setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Gemeinden Wittnau, Au, Bollschweil und Sölden zusammen. "Und das i", erklärte Aus Bürgermeister Jörg Kindel, "steht für interkommunal."

Unabhängig voneinander haben Max Buschle aus Au und Leon Riesterer aus Bollschweil diesen Namen kreiert und haben dafür den ersten Preis, eine Eintrittskarte für den Steinwasenpark, bekommen. Der fünfjährige Leon Riesterer war mit seiner Familie zur Preisübergabe gekommen. Der zweite Preis geht an Tim Schweigert aus Sölden (Vorschlag Xanthi), der dritte Preis an Tanja Weber aus Wittnau (Vorschlag s’ Hexle) und vierte wurde Elena Hertenstein aus Merzhausen (Vorschlag Wanda).

Autor: Tanja Bury