Überblick

Wo 2018 in Freiburg gebaut wird

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 07. März 2018 um 20:01 Uhr

Freiburg

Im Baustellenjahr 2018 wird die Straßenbahnlinie über den Rotteckring fertig – samt Kronenbrücke. Dafür wird die Westrandstraße zur neuen Problemzone. Hier kann man sich auf Staus einstellen.

Freiburgs Bautrupps verlagern ihre Arbeiten. Die Baustellen im Zentrum schwinden dieses Jahr nach und nach, das Großprojekt Rottecktram wird bis Ende 2018 fertig. Dafür werden am Rande der Stadt neue entstehen. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf neue Staus vor allem auf der Hauptachse im Westen einstellen.

Der Colombipark soll im Mai fertig sein

Die Arbeiten für die Stadtbahn Rotteckring liegen insgesamt im Zeitplan. "Mein Lieblingsprojekt, das jetzt jeden Tag kleiner und hübscher wird", sagte Frank Uekermann. Der Leiter des Garten- und Tiefbauamts stellte am Mittwoch mit Koordinatorin Kerstin Hornung die größten Straßenbaustellen vor, die 2018 im Stadtgebiet geplant sind. Auf der größten Innenstadtbaustelle für die Tram soll im Mai der Bereich am Colombipark fertig sein. "In zwei Wochen werden wir die Baumallee pflanzen", sagte Uekermann. Der Rotteckring soll im August baustellenfrei sein – und die ganze Strecke zwischen Kronenbrücke und Siegesdenkmal im November. Autos und Radler haben dann freie Fahrt, die Straßenbahn noch nicht.

Denn die Kronenbrücke ist im Verzug. "Unsere Ewigkeitsbaustelle", meinte Uekermann. Sie soll im Juli fertig werden, dann Gleis- und Straßenbau folgen. Die stauanfällige B 31 wird dabei kurzzeitig einspurig sein, aber sonst kann der Verkehr über zwei Spuren je Richtung rollen. Alle Anschlüsse sollen bis Ende 2018 fertig sein. Erst dann kann die Verkehrs-AG ihre 500 Fahrer auf der Linie schulen; wenn nicht ein Zeitplanwunder passiert, rollen Fahrgäste erst 2019 über die 55 Millionen Euro teure neue Strecke.

Alle Baustellen in der interaktiven Karte:

Die Stadtbahn wird in den Osterferien unterbrochen

Den Gleisanschluss an der Basler Straße baut die VAG bereits vom 19. März bis 11. April – und repariert auch gleich ihre Gleise an der Johanneskirche. Dafür unterbricht sie in den Osterferien die Linien 2, 3 und 5. Doch laut Uekermann gilt: "In der Innenstadt werden wir mit jedem Monat entspannter."

Auf der Westrandstraße gibt es vier Baustellen. Die Hauptachse wird großteils in jeder Richtung nur einspurig befahrbar sein. Noch diesen Monat beginnt die Sanierung der Lembergallee, ab April folgt die Mooswaldbrücke, ab Juni die Besançonbrücke und in den Sommerferien die Besançonallee. "Das brauchen wir nicht schönreden, ein Stau ist unumgänglich", meinte der Amtsleiter. "Wir versuchen, so viele Baustellen im Windschatten zu machen wie möglich." Dazu gehören zwei Brücken an der Breisacher Bahn. Pendlern rät er, die Westrandstraße eine halbe Stunde vor oder nach der Stoßzeit zu befahren. Mit einem Zeitgewinn durch Umfahren rechnet er nicht.

"Wir versuchen, so viele Baustellen im Windschatten zu machen wie möglich"Frank Uekermann
Eine Unbekannte im Norden sind Erschließungsstraßen für das geplante SC-Stadion. Sollten die Voraussetzungen vorliegen, könnten die Bagger ab Oktober rollen. Fest steht schon, dass ab Herbst die Hans-Bunte-Straße im Industriegebiet Nord für ein Jahr zur Großbaustelle wird: Sie wird generalsaniert, die Situation für Fußgänger, Radler und Bäume verbessert sowie Barrierefreiheit an den Haltestellen geschaffen.

Es gibt viele weitere absehbare Baustellen, die Koordinatorin Kerstin Hornung möglichst aufeinander abstimmte. So muss zum Beispiel die gefährliche Leo-Wohleb-Wulst abgefräst werden, die Schreiber- und Dreisamstraße geflickt und die Höllentalbahnübergänge Möslestraße und Lindenmattenstraße für Autos gesperrt werden. Barrierefrei dagegen wird der Rathausplatz, in dem das Tiefbauamt geschliffenes Pflaster einbaut.

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