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18. August 2012
Wo baden Weiler in diesem Sommer?
Ohne eigenes Freibad bleibt nur die Fahrt in die Bäder der Umgebung / Der Rhein ist für die meisten keine Alternative.
WEIL AM RHEIN. Über Südbaden herrscht derzeit eine Hitzewelle, die für südländische Temperaturen sorgt. Bis zu 37 Grad heiß soll es an diesem Wochenende werden. Eine richtige Abkühlung und ein Sprung in kaltes Wasser sind daher dringend erwünscht, aber das Freibad in Weil hat immer noch geschlossen. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten ziehen sich noch bis ins nächste Jahr. Es stellt sich also die Frage, wohin zur Abkühlung?
Eigentlich sollte das Freibad in Weil schon in diesem Jahr wieder eröffnet werden. Aufgrund von Arbeiten am Baugrund und des Starkfrostes im Winter verschiebt sich der Zeitplan um ein ganzes Jahr. Den Familien und Jugendlichen aus Weil mangelt es jedoch nicht an Alternativen. Aufgrund der Nähe zum Rhein dürfte dies die einfachste Möglichkeit sein, das Wetter optimal auszunutzen. Doch gerade für Familien scheint der Fluss derzeit nicht die beste Alternative zu sein. Die Weilerin Melanie Rama geht mit ihren Kindern lieber ins Lörracher Parkschwimmbad: "Der Rhein ist für die Kinder nichts, da ist es zu gefährlich für sie." Der gleichen Meinung ist Mükerrem Bayik. Mit seiner Frau und seinen Kindern Asya (6) und Ela (4 Monate) fährt er lieber nach Kaiseraugst. Dort gibt es einen Campingplatz mit einer großen Badelandschaft, die bestens für die Kinder geeignet sei. "Es ist nicht so überfüllt und daher ein schönes Ziel für einen Familienausflug", erklärt er.Werbung
Ganz so weit fahren dann aber doch die Wenigsten, um das Wochenende zu genießen. Am häufigsten wird das Lörracher Parkschwimmbad als Alternative zu dem seit September 2011 geschlossenen Weiler Freibad genannt. Vor allem junge Leute wie Mirko Büst (16) bevorzugen das Schwimmbad der Nachbarstadt: "Früher war ich im Freibad in Weil, jetzt gehe ich mit meinen Kollegen eben nach Lörrach." Mit dieser Lösung für den warmen August steht er längst nicht allein da. "Es ist einfach das Naheliegendste", unterstützt Franziska Dudeik (16) seine Aussage. Kurt Bär, Leiter des Bäderbetriebs in Lörrach, bestätigt diesen Eindruck: "Ich selbst kenne ein paar Gesichter, die ich früher in Weil gesehen habe", meint er. Die 20-jährige Djenita geht auch gerne nach Lörrach, doch sie schlägt noch eine weitere Option vor: "Entweder nach Lörrach oder nach Grenzach, dort kann man auch ganz gut schwimmen", meint sie. Allerdings scheint das Freibad in Grenzach nicht nur für Schwimmer, die in Ruhe ihre Bahnen ziehen wollen, ein attraktiver Ausflugsort. Ebenso können dort Familien gemütlich unterm Baum liegen und ein Eis schlotzen. So macht es Heidi Sala mit ihren Kindern Shania (9) und Alexandra (10). Sie fahren "entweder nach Grenzach oder ab und an mal nach Rheinfelden". Der Rhein ist auch für Heidi Sala keine Alternative. Die Gründe dafür stimmen bei fast allen überein. Mit den Kindern bringe es nichts an den Rhein zu gehen, "sie können dort weder im Wasser spielen, noch ungefährdet schwimmen", heißt es immer wieder.
Autor: Maik Wilke



