Wo die Laufzeit (fast) keine Rolle spielt

Winfried Stinn

Von Winfried Stinn

Do, 07. Juni 2018

Leichtathletik (regional)

Bei der fünften Auflage des Genusslaufs am Freiburger Seepark bleiben die Uhren stehen.

LEICHTATHLETIK. Im Freiburger Seepark fand zum fünften Mal der Genusslauf statt. Rund 200 Läuferinnen und Läufer beteiligten sich. Auf dem Programm stand ein Lauf über eine Runde (2,1 Kilometer) oder über zwei Runden. Es ist ein Wettbewerb der besonderen Art. "Hier geht es nicht um Platzierungen und Zeiten, es ist ein reiner Genusslauf für Freizeitsportler, ein Lauf für Jung und Alt, bei dem der Spaß im Vordergrund steht", sagt Fitnesstrainerin Gaby Hilbich-Bührle, die den Lauf federführend organisiert.

Genau das reizt auch Freiburgs Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Der begeisterte Läufer, der schon beim Freiburg-Marathon mitgemacht hat, ist vom Flair des Laufs angetan: "Mir gefällt es, dass es hier mal nicht um Plätze und Zeiten geht. Dadurch ist alles entspannter, es gibt keine Rempeleien. Es ist einfach ein Lauf zum Genießen. Und dafür eignet sich der Seepark besonders gut. Der Lauf war wie immer sehr gut organisiert."

Auch Joachim Stepan, der in den Neunziger Jahren im Trikot des USC Freiburg zu den besten Marathonläufern der Region gehörte (Bestzeit 2:25:24 Stunden) und heute den Seepark-Lauftreff leitet, zeigte sich beeindruckt. "Das ist ein idealer Lauf für Einsteiger, und der Kurs um den See ist einfach einmalig, wirklich ein Lauf zum Genießen." Obwohl Stepan das Konzept sehr gut findet, könnte er sich als ehemaliger Leistungssportler auch mit einer Zeitnahme anfreunden.

Dass der eine oder andere Läufer, der zuweilen auch wettkampfmäßig Laufveranstaltungen absolviert, zwischendurch auf seine Stoppuhr schaute und seine Endzeit wissen wollte, ist nachvollziehbar. René Petilliot, der für den TV Freiburg-St Georgen auch bei Läufen wie dem Freiburg-Marathon oder dem Schluchseelauf zu sehen ist, läuft beim Seeparklauf von Beginn an mit. Es habe auch diesmal wieder viel Spaß gemacht, bestätigte Petilliot. "Auch wenn ich wusste, dass es nicht um Platzierungen und Zeiten geht, wollte ich die 4,2 Kilometer unter 15 Minuten laufen. Das habe ich geschafft!"